Fachhochschulen forschen gemeinsam am Bau
Fünf österreichische FHs, darunter auch eine aus Kärnten, arbeiten am Projekt "FH-Netzwerk-BAU". Qualität soll über gesamten Lebenszyklus eines Baus optimiert werden.
Fünf österreichische Fachhochschulen (FH) arbeiten künftig im Bereich Bauforschung zusammen. Unterstützt wird das Projekt "FH-Netzwerk-BAU", an dem die FH Kärnten, die FH Joanneum, die FH Oberösterreich, die Fachhochschulstudiengänge Burgenland und die FH Kufstein beteiligt sind, von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit rund 1,3 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.
Qualität optimieren.
Die beteiligten FH wollen mit dieser Initiative laut einer Pressemitteilung einen Paradigmenwechsel im Bausektor einleiten - unter dem Motto: weg von der reinen Betrachtung der Bauphase und hin zu einer "lebenszyklusorientierten Qualitätsoptimierung". Künftig sollten Bauentscheidungen weniger von den momentanen Investitionskosten, sondern vielmehr von den Kosten des gesamten Lebenszyklus (60 Jahre und mehr) wie etwa Energieverbrauch oder Wartungsaufwand beeinflusst werden, plädieren die Forscher für einen neuen Ansatz. Dazu würden allerdings passende Daten für die verschiedenen Entscheidungsprozesse fehlen. Speziell für Bauherren und Planer seien diese Informationen wichtig, da sie einen Einblick über die Nutzerzufriedenheit, Energieeffizienz, Bauökologie und -biologie sowie die langfristigen Kosten geben, fassen die FH zusammen.
Wichtige Impulse.
Tobias Schrag, Professor (FH) für Gebäudemanagement und -technik an der Kufsteiner Hochschule, leitet das Gemeinschaftsprojekt. "In dieser Konstellation findet eine Zusammenarbeit zum ersten Mal statt. Jeder der fünf Partner kann in aufeinander abgestimmten Schwerpunkten sein Expertenwissen einbringen und weiterentwickeln. In Zukunft wird dieses Know-how sicherlich wichtige Impulse für die heimische Bauwirtschaft liefern", erläutert Schrag.
Unterstützung.
Monetäre Unterstützung kommt aber auch von der Wirtschaft. Kooperationspartner sind die Unternehmen iC Consulenten, Woschitz Engineering, ATP AG, ALUKÖNIGSTAHL, SFL Metallbau und die Strabag, die sich letztlich auch Erkenntnisse für die alltägliche Praxis erhoffen.














