Konsumenten lehnen mit Antibiotika behandelte Äpfel ab
Die Apfelblüte wurde heuer in der Steiermark erstmals mit dem Antibiotikum Streptomychin gegen Feuerbrand behandelt.

Foto © Thomas WieserAntibiotikum gegen Feuerbrand während der Apfelblüte
Die Österreicher lehnen Äpfel laut einer Global
2000-Umfrage ab, wenn das Obst bei der Produktion mit Antibiotika
behandelt worden ist. Die österreichische Umweltschutzorganisation
appelliert nun, das AMA-Gütesiegel nur mehr für unbehandeltes Obst zu vergeben.
Verunsichert. Knapp drei Viertel gaben an, keine Äpfel kaufen zu wollen, die
wegen der Bekämpfung des Feuerbrands mit Antibiotika behandelt
wurden. Fast jeder Zweite wollte sie selbst dann nicht haben, wenn
diese keine nachweisbaren Rückstände aufweisen. Laut Umfrage erwarten
die Konsumenten, dass das AMA-Gütesiegel nur für Obst vergeben wird,
das ohne Antibiotika produziert wurde.
Minister-Entscheid. "Das stellt die AMA vor ein Dilemma. Im Falle einer erneuten
Freigabe von Streptomycin durch Landwirtschaftsminister Pröll im
kommenden Jahr, muss sich die AMA entscheiden", so Helmut Burtscher,
Biochemiker von GLOBAL 2000. Der Umweltschutzorganisation zufolge
wurden in der Steiermark und Tirol heuer erstmals, in Vorarlberg
bereits zum wiederholten Male, das Antibiotikum Streptomycin im
Erwerbsobstbau angewendet, da im Vorjahr der Feuerbrand unter
Österreichs Obstbauern große Schäden angerichtet hatte.














