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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2008 um 20:31 UhrKommentare

"Kein Lehrling bleibt auf der Strecke"

In ganz Österreich werden im Herbst 6000 junge Menschen auf eine Lehrstelle warten. In Kärnten sind es zur Zeit 835, sie sollten jedoch zum Großteil bis Ende September unterkommen.

Der Einstieg ins Berufsleben wird für Schulabgänger immmer schwieriger. Im Schnitt etnfallen in Österreich auf eine freie Lehrstelle drei Bewerber. Ungleich besser haben es noch die Lehrstellensuchenden in Kärnten. Hier kommen auf eine Lehrstelle derzeit 1,5 Lehrlinge.

Leichte Schieflage. Im Moment besteht zwar mit 545 offenen Lehrstellen und 835 Lehrstellensuchenden eine leichte Schieflage. Diese sollte jedoch spätestens Ende September ausgeglichen sein. "Die Lehrverträge werden erfahrungsgemäß erst Anfang September abgeschlossen", erklärt Benno Tosoni von der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer. Auch Franz Zewell, stellvertretender Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS), spricht von einer ausgeglichenen Situation im Jahresüberblick.


Kärntner Lösung. In Kärnten können wir garantieren, dass für alle Lehrstellensuchen den entweder ein Lehrplatz oder eine entsprechende Maßnahme angeboten wird." 8,6 Millionen Euro ließ sich das AMS die verschiedenen Maßnahmen kosten, die Jugendliche ihrem Traumberuf näher bringen sollen. Von Berufsorientierungskursen bis zu Lehrausbildungen in den Bereichen Elektro-, Maschinenbautechnik, IT- und Tourismus.

"Klassische" Berufe. Wenn auch die Kärntner Industrie seit dem Vorjahr um 8,3 Prozent mehr Lehrlinge aufgenommen hat ­ gestern wurden beispielsweise bei Mahle Filtersysteme in St. Michael 45 neue Lehrverträge unterschrieben ­hat sich an den Wunschberufen der jungen Menschen nicht viel geändert. So wollen Mädchen vor allem Friseurin und Sekretärin werden, Burschen träumen von einer Karriere als Auto-Mechaniker.

Tourismus unbeliebt."Das Entscheidende ist, Angebot und Nachfrage näher zu bringen," so Zewell. Ein besonders tiefes Loch zwischen Angebot und Nachfrage klafft bei den Tourismusberufen. Sie scheinen bei Jugendlichen wohl wegen der unregelmäßigen Arbeitszeiten und der Beschäftigung an Wochenenden nicht zu den beliebtesten zu gehören. Die Kärntner Tourismuswirtschaft bietet 292 Stellen für Köche, Kellner, Tourismus-Assistenten an, doch nur 71 wollen diese Berufe auch ergreifen.

Geringe Motivation. Ein generelles Problem scheint die Ausbildung der Jugendlichen zu sein. Ausbildner klagen zunehmend über schlechte Rechtschreib- und Rechenkenntnisse und eine geringe Motivation.
/kaernten/1487454/index.do

ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

Mit Links zur Lehrstelle

Übers Internet wird in Österreich eine Vielzahl an Lehrstellen ausgeschrieben.

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