RZB-Rothensteiner zu Finanzkrise: "Wir leben gut mit der Krise"
Bankenobmann hat Wunsch bezüglich nächster Regierung: "Eine, die nicht wieder nach eineinhalb Jahren verschwindet."

Foto © APAWalter Rothensteiner will keine Kurzzeit-Regierung mehr
Walter Rothensteiner, Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Österreichs Bankenobmann, sieht die "Vertrauenskrise" am internationalen Finanzmarkt noch nicht überwunden. Sie werde voraussichtlich noch bis zum Frühjahr 2009 anhalten. Erst dann würden die Jahresbilanzen und somit verlässliche Zahlen vorliegen. Österreich und das für die heimischen Banken wichtige Osteuropa habe die Krise aber gut verdaut. "Wir leben gut mit der Krise", so Rothensteiner am Samstag im Ö1-Mittagsjournal.
Spekulanten.
Zu der Diskussion über verschärfte Verhaltensregeln für den Finanzmarkt meinte der Bankenobmann:"Die zehn Gebote hat man verstanden, jetzt hat man 18.000 Kodexregeln." Dass die Bawag nicht bibelfest war, kommentierte Rothensteiner mit "da wurden bewusst Dinge gemacht, wie man sie nicht machen darf." Dass die nun vielerorts als Inflationstreiber ausgemachten Spekulanten ein Grundübel seien, bestreitet der Chef der Raiffeisen Zentralbank. "Spekulanten sind keine Erfindung des heurigen Halbjahres."
Wunsch.
Nicht spekulieren wollte Rothensteiner über die neue Regierung. Sein Wunsch sei jedenfalls "eine, die nicht wieder nach eineinhalb Jahren verschwindet".
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RZB
Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist die drittgrößte österreichische Bank<7B>. Die Bilanzsumme des RZB-Konzerns lag 2007 bei rund 137,4 Milliarden Euro.














