Euro war kein Job-Motor
Im Tourismus hätte die Fußball-EM 914 neue Jobs bringen müssen. Mit nur 82 Arbeitslosen weniger hinkt Kärnten anderen Ländern hinterher.
Wie viele Jobs sollte die Euro 2008 bringen? Hunderte waren es - wie viele genau hing vom gerade argumentierenden Politiker ab. Jetzt aber steht fest: Allzu berauschend schlug sich das Fußball-Fest in der Arbeitslosen-Statistik nicht nieder. Im Juni waren es gerade einmal 82 Jobsuchende weniger, als noch im Vorjahr. Den Österreichvergleich müssen die Kärntner-Zahlen erst recht scheuen: Bundesweit ging die Arbeitslosigkeit um sechs Prozent zurück, in Kärnten war der Rückgang mit 0,8 Prozent kaum bis gar nicht spürbar. Macht Platz acht unter neun Bundesländern. Nur im Burgenland stieg die Zahl der Arbeitslosen.
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Neue Arbeitsplätze.
Von Sonderkonjunktur also keine Rede. Zur Erinnerung: Als es 2005 um Mittel aus dem Zukunftsfonds für die Fußball-Werbung ging, versprach Landeshauptmann Jörg Haider - gestützt auf eine vom Land finanzierte IHS-Studie - noch 914 neue Arbeitsplätze. Sie hätten während der Fußball-EM entstehen sollen. Auch wenn man die Arbeitslosen-Rückgänge im Tourismus für April und Mai dazu nimmt, waren es weit weniger.
Jüngere Arbeitslose.
Die aktuelle Arbeitslosenzahl für Kärnten: Im Juni-Schnitt waren rund 10.600 Personen beim Arbeitsmarktservice als Job suchend gemeldet. Rückgänge gab es mit einem Minus von 2,8 Prozent vor allem bei jüngeren Arbeitslosen, österreichweit war das Minus doppelt so groß und die Lage somit weit günstiger. Die "Sorgenkinder" am Arbeitsmarkt sind die Über-50-Jährigen, bei denen die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Dass diese Altersgruppe demnächst von der Konjunktur profitieren wird, ist eher unwahrscheinlich, denn die scheint sich abzuschwächen. Der Facharbeitermangel der letzten Jahre dürfte behoben sein, wie es aus dem AMS heißt, denn eine allzu große Nachfrage gäbe es nicht mehr.
Österreichweit.
Und dennoch bahnt sich - wie in jedem Monat - ein Beschäftigungsrekord an. Diese Zahlen werden allerdings erst am Mittwoch veröffentlicht. Österreichweit sank die Arbeitslosigkeit zum 28. Mal in Folge auf nunmehr 172.600 Personen.














