Siemens Österreich streicht 620 Stellen
Siemens Österreich verkauft Teile der Elektronik-Produktion. Weitere Einsparungsvorgaben für Region Österreich/CEE aus dem Konzern: 42 Mio. Euro in zwei Jahren.

Foto © APAHarter Sparkurs bei Siemens Österreich
Siemens Österreich verkauft einen Teil seiner
Elektronikfertigung Simea in Wien, Linz und Siegendorf. Betroffen
sind 620 Mitarbeiter. Das hat der Aufsichtsrat am Montag beschlossen.
"Im Vordergrund stehe ein Verkauf an das Management
(Management-Buy-out), erklärte Siemens-Österreich-Chefin Brigitte
Ederer im Anschluss in einer Pressekonferenz. Sie geht davon aus,
dass der Verkauf ohne größere Arbeitsplatzverluste in den nächsten
Wochen abgewickelt werden kann. Alle betroffenen Bereiche würden
leichte Gewinne oder eine schwarze Null schreiben und hätten
Potenzial.
Gemeinsam verkauft.
Die Elektroniksparte für Hausgeräte-Komponenten und Steuerungen im
burgenländischen Siegendorf mit 210 Mitarbeitern soll nach dem
jetzigen Beschluss zur Gänze gemeinsam verkauft werden, ebenso wie
die Schaltschrankfertigung mit 165 Mitarbeitern in Linz. Dazu kommen
noch über 100 Mitarbeiter im Metallwerk Wien. Gesucht würden nach der
Entscheidung des Aufsichtsrats ein Käufer für alle drei Teile,
erklärte Ederer. Der Verkauf soll bis zum Beginn des neuen
Geschäftsjahrs am 1. Oktober unter Dach und Fach sein.
Im Konzern bleiben.
590 weitere Jobs in der Wiener Elektronikfertigung sollen im
Konzern bleiben, ebenso wie der rumänische Simea-Standort Sibiu mit
weiteren mehr als 400 Mitarbeitern. Beide Werke würden nun nicht mehr
als "Non-Group-Activities", sondern als Teil der Bereiche "Industrial
Automation" und "Drive Technologies". "Ich gehe davon aus, dass es in
den nächsten Jahren keinerlei Meldungen mehr dazu gibt", betonte
Ederer.
42 Mio. Euro.
Unabhängig davon hat der Münchner Konzern die Siemens-Region
Zentral- und Osteuropa (CEE), die von Ederer geleitet wird und auch
Österreich umfasst, damit beauftragt, innerhalb von zwei Jahren 42
Mio. Euro zuzüglich Inflation einzusparen. Dazu kommen in der Region
noch weitere 71 Mio. Euro Einsparungen bei den direkt aus dem
Mutterkonzern bereichsgeführten Gesellschaften in der Region. Laut
Ederer sollen die Kosten in der Verwaltung um ein Fünftel, jene im
Vertrieb um 10 Prozent sinken. Wieviele Jobs dadurch wegfallen
werden, ist noch nicht klar. "Ich gehe davon aus, dass sich die Zahl
in Grenzen halten wird", erklärte die Siemens-Österreich-Chefin.















