Ex-Bundesbankpräsident streitet um höhere Pension
Der ehemalige deutsche Spitzenbeamte Ernst Welteke erhält derzeit 8.000 Euro Pension.

Foto © APErnst Welteke
Der ehemalige deutsche Bundesbankpräsident
Ernst Welteke kann sich Hoffnung auf eine höhere Pension machen. In
der Verhandlung vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof am Dienstag
in Kassel sagte VGH-Präsident Wolfgang Reimers, die Berufsrichter
neigten dazu, eine umstrittene Passage im Abgeordnetengesetz
anzuwenden: "Irgendwie muss da eine Altersentschädigung rauskommen",
bezogen auf das Land, das keine Pension zahlt.
Entscheidung. Eine Entscheidung von Hessens höchstem Verwaltungsgericht wurde
für den Nachmittag erwartet. Der frühere Spitzenbeamte und
SPD-Politiker Welteke streitet seit Jahren um eine deutliche Erhöhung
seiner Pension von derzeit rund 8.000 Euro.
Rücktritt vor vier Jahren. Welteke trat im April 2004 als Bundesbankchef zurückt, nachdem ein
von der Dresdner Bank bezahlter Aufenthalt mit seiner Familie zu
Silvester 2001 im Berliner Luxushotel Adlon bekanntgeworden war. Die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen Welteke
wegen des Verdachts der Vorteilsnahme im Zusammenhang mit diesem
Hotelaufenthalt wurden im Juni 2004 gegen Zahlung von 25.000 Euro
eingestellt. Die Kosten für den Hotelaufenthalt für sich und seine
Familie beliefen sich auf 7.660 Euro und wurden im April 2004 von
Welteke und der Bundesbank je zur Hälfte zurückgezahlt.














