Ende des Milch-Streiks ist nicht in Sicht
Immer mehr Milchbauern entschließen sich zum Solidaritäts-Streik mit ihren deutschen Kollegen. Politik und Kammer suchen nach nach Ausweg.
Versorgungsengpässe sind nicht zu befürchten", beruhigt Helmut Petschar, Geschäftsführer der Kärntnermilch. Logisch: Die Käse- und Butterdepots sind voll und genug Bauern liefern weiterhin Milch, womit auch die Frischmilch abgesichert ist. Außerdem bekämen die Kärntnermilch-Bauern mit derzeit 46 Cent den besten Milchpreis in Europa. In Deutschland hingegen merken die Konsumenten in einigen Diskontern bereits die Wirkung des Streiks: leere Milchregale.
Milchgipfel. Nach einem - erfolglosen - Milchgipfel zu Beginn der Woche sehen sich nun österreichweit Politiker gefordert im Sinne der Milchbauern zu kämpfen. Die Initiatoren des Streiks, die IG-Milch, legten einen Forderungs-Katalog auf den Tisch: Eine schrittweise Anhebung auf 47 Cent für den Liter Milch und Zuschläge für Heu- und Alm-Milch. Zudem wollen sie den Milchpreis an einen Index der Produktionskosten binden (Treibstoff, Futter- und Düngemittel sowie vieles andere mehr), um so den Basispreis außer Frage zu stellen.
Druck des Handels. Wie lange die Bauern ihren Protest noch fortsetzen wollen, ist unklar, für viele beginnt er erst. Eine Versammlung in Velden am Dienstagabend dürfte die Situation nicht entspannt haben. Josef Braunshofer, Chef der Berglandmilch fürchtet weitere Lieferausfälle. Wie lange die Molkereien dem Druck des Handels noch standhalten können, ohne den Bauern-Milchpreis zu senken, ist unklar. Ende Juni wird der Milchpreis wieder verhandelt.














