13. und 14. Gehalt: Wofür wird das Geld verwendet?
Ein Drittel bezahlt damit alltägliche Ausgaben, 13 Prozent verwenden es zum Stopfen finanzieller Löcher.

Foto © APNur wenige Angestellte verwenden das "Urlaubsgeld" für den Urlaub
Ein Drittel der österreichischen Arbeitnehmer
verwendet das Urlaubs- und Weihnachtsgeld für alltägliche Ausgaben,
13 Prozent zum Stopfen finanzieller Löcher. Das ist das Ergebnis
einer repräsentativen Studie, die das Wiener IFES-Institut im Auftrag
der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck Journalismus, Papier
(GPA-DJP) erstellt hat. Sie wurde am Montag in Pressekonferenzen in
mehreren österreichischen Städten präsentiert.
Unterschiedliche Verwendungen.
Die Hälfte der Befragten verwendet zumindest einen Teil des 13.
und 14. für den Urlaub, 44 Prozent für besondere Anschaffungen und 42
Prozent für Weihnachtsgeschenke. Ein Fünftel spart für die
Altersversorgung oder für spätere Anschaffungen. Immerhin ein Drittel
bestreitet damit alltägliche Ausgaben wie Lebensmittel oder Kleidung,
13 Prozent decken Schulden oder Kontoüberziehungen damit ab.
Informationsdefizite bei Angestellten.
IFES hat heuer im Mai und Juni dieses Jahres 500 Angestellte in
ganz Österreich befragt und große Informationsdefizite festgestellt.
Nur ein gutes Drittel weiß, dass das Urlaubs- und Weihnachtsgeld im
Kollektivvertrag verankert ist. Mehr als die Hälfte glaubte
fälschlicherweise, einen gesetzlichen Anspruch darauf zu haben. Für
die Meinungsforscher zeigt das, dass die Österreicher
selbstverständlich mit diesem Geld rechnen.
Sorge über mögliche Abschaffung.
Eine Abschaffung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes in den
kommenden Jahren - ein Viertel hält diese für möglich - hätte für
viele der Befragten existenzielle Folgen: 23 Prozent gaben an, sie
müssten sich in ihrer täglichen Lebensführung deutlich einschränken,
ebenso viele könnten sich langfristig ein Auto bzw. andere größere
Anschaffungen nicht mehr leisten. Fast jeder Zehnte erklärte, er
befürchte dadurch in finanzielle Not zu geraten und sich verschulden
zu müssen. Ein Fünftel wäre gezwungen, auf den Urlaub zu verzichten.
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Fakten
Eine Aktionswoche der Gewerkschaft von 2. bis 6. Juni soll Informationsdefizite abbauen. Bundesweit hofft man, mit Betriebsbesuchen und verstärkter Präsenz im öffentlichen Raum 50.000 Menschen zu erreichen.















