Zusammenschluss der Erste Bank mit der Steiermärkischen Sparkasse fix
Grünes Licht der Bundeswettbewerbsbehörde. Organbeschlüsse der Sparkassen Linz und Kufstein stehen noch aus.

Foto © APZusammenschluss der Steiermärkischen Sparkassen und der Erste Bank
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat heute dem
"wirtschaftlichen Zusammenschluss" der Erste Bank mit der
Steiermärkischen Sparkasse ihre Freigabe erteilt. Damit ist dem
letzten gemeinsamen Antrag der Erste Bank und Sparkassen auf
wirtschaftlichen Zusammenschluss stattgegeben worden. Insgesamt
bilden nun 53 der 55 österreichischen Sparkassen einen gemeinsamen
Verbund. Ziel dieses "Haftungsverbundes" ist es, die Einlagen der
eigenen Kunden über dem gesetzlich verpflichtenden Ausmaß gegenseitig
abzusichern und darüber hinaus gemeinsame Qualitätsstandards
einzuhalten. Der Haftungsverbund soll auch die regionale
Verbundenheit der Sparkassen bewahren.
Rechtliche Hürde.
"Wir haben mit dieser Entscheidung die letzte rechtliche Hürde
übersprungen. Die Freude in der Sparkassengruppe ist groß. Wir haben
damit eine Alternative zum klassischen Konzern geschaffen. Auf Basis
des Haftungsverbundes Neu können wir die Stärke unserer
Zusammenarbeit voll ausspielen und künftig auch in der
Produktentwicklung, dem Vertrieb sowie dem gemeinsamen Marktauftritt
umsetzen", sagt Elisabeth Bleyleben-Koren, Österreich-Chefin der
Erste Bank.
Kooperationsmodell.
"Mit dieser letzten Entscheidung in einem fünf Jahre lang
dauernden Verfahren haben wir nun endgültig die wettbewerbsrechtliche
Sicherheit für unsere Zusammenarbeit bekommen. Ohne zu übertreiben
kann man unser Verbundmodell nun nicht nur als das bestgeprüfte
Kooperationsmodell in Europa, sondern auch als das Referenzmodell der
EU für alle anderen dezentralen Sektoren bezeichnen. Jetzt können wir
für unsere Kunden nicht nur die Einlagensicherung deutlich über das
gesetzliche Mindestmaß hinaus weiter garantieren sondern auch
langfristig sicherstellen, dass es auch außerhalb der städtischen
Ballungsräume ein umfassendes Angebot mit allen von den Kunden
benötigten Finanzdienstleistungen gibt. Wir arbeiten dezentral,
regional, partnerschaftlich und zukünftig noch enger zusammen. Mit
Volldampf geht es nun an die Realisierung der gesteckten Ziele", so
Michael Ikrath, Generalsekretär des Österreichischen
Sparkassenverbandes.
Zusammenschluss.
Bisher noch keine Organbeschlüsse zum Zusammenschluss haben die
Sparkassen Linz und Kufstein gefasst. Bleyleben-Koren dazu: "Wir
haben nun die lang gewünschte Rechtssicherheit und würden auch die
letzten zwei Sparkassen gerne in unserem gemeinsamen Verbund
begrüßen." Die Erste Bank und die beiden Sparkassen führen zurzeit
Gespräche über eine mögliche Teilnahme am Haftungsverbund.














