Manager verdienen 48 Mal so viel wie "normale" Beschäftigte
Die Kluft zwischen den Gagen von Top-Managern und den Gehältern einfacher Arbeitnehmer wird immer größer.

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Im Vorjahr verdienten die Vorstände der an der Wiener Börse notierten
Unternehmen im Schnitt 48-mal mehr als die durchschnittlichen
Beschäftigten. Im Jahr 2006 war es das 41-fache, im Jahr 2000 "nur"
das 20-fache, berichtete der "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) über eine
aktuelle Studie der Arbeiterkammer (AK).
Kritik von AK-Boss. "Die Einkommen klaffen immer weiter auseinander", beklagt
AK-Präsident Herbert Tumpel. Er fordert, dass börsennotierte
Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Gehälter ihrer
Vorstände einzeln zu veröffentlichen (derzeit müssen nur die
Gesamtbeträge veröffentlicht werden). Die AK verlangt weiters, dass
"unangemessen hohe Vorstandsgehälter" (ab dem 20-fachen eines
Arbeitnehmereinkommens) nicht mehr als Betriebsausgabe absetzbar
sind. Und die AK urgiert, dass bei der Steuerreform untere und
mittlere Einkommen entlastet werden.
OMV voran. Die am besten bezahlten Vorstände unter den ATX-Unternehmen waren
2007 jene von OMV, Andritz und Erste Bank. Die OMV-Vorstände
erhielten im Schnitt jeweils 3,1 Mio. Euro brutto Jahresgage (die
Hälfte davon kam aus Gewinnen mit Aktienoptionen).
EU-Vergleich. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl mahnte im "Kurier"
eine "vernünftige Relation" bei den Gehältern ein. Im internationalen
Vergleich hätten die Manager in Österreich aber "das Augenmaß
bewahrt", findet Leitl. So sieht das auch der Präsident der
Industriellen-Vereinigung, Veit Sorger: "Im EU-Vergleich liegen die
Gehälter der österreichischen Manager im unteren Drittel."
Features
Fakten
Im Schnitt verdienten ATX-Vorstände 2007 rund 1,3 Mio. Euro brutto - um 14 Prozent mehr als 2006. Normale Beschäftigte verdienten im vergangenen Jahr 27.349 Euro brutto - um fünf Prozent weniger als 2006.














