Das Wasser soll mehr Kraft geben
Ein Kraftwerk in der Wachau? Staumauern in Kärntner Tälern? Der neue Masterplan zum Ausbau der Wasserkraft lässt Gegner Sturm laufen. Sie fürchten um die unverbaute Natur.
Die Kosten: 8,4 Milliarden Euro. Der Nutzen: Sieben Milliarden zusätzliche Kilowattstunden, die Österreich bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft generieren könnte. Realisierbar bis 2020. So lautet die Rechnung, die gestern Energieminister Martin Bartenstein gemeinsam mit dem Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs präsentierte.
Alarmglocken.
Übersetzt für den Laien bedeuten sieben Milliarden Kilowattstunden fast 20 zusätzliche Draukraftwerke. Bei Umweltschützern ließ diese Rechnung die Alarmglocken schellen. Kraftwerke in der Wachau oder in der Hainburger Au, Staumauern in Tiroler oder gar Kärntner Bergtälern werden befürchtet. Berechtigterweise? Wenn es nach dem Masterplan geht und alle Bundesländer ihr mögliches Wasserkraftpotenzial auszuschöpfen haben, müssten in Kärnten künftig um 1,1 Milliarden Kilowattstunden mehr produziert werden.
"Nichts von alledem kommt".
Das sind zwar keine 20 Draukraftwerke, aber immer noch eine Menge; denn derzeit erzeugen alle Kärntner Wasserkraftwerke zu Spitzenzeiten gemeinsam 5,2 Milliarden Kilowattstunden.
"Nichts von alledem kommt", versucht Leo Widtner, Präsident der Energieerzeuger zu beschwichtigen. ?Nationalparks oder das Weltkulturerbe werden nicht angegriffen“, betonte auch Minister Bartenstein.














