Strom wird teurer, der Termin ist noch nicht fix
Verbund-Chef setzt Signal für die Steiermark.

Foto © APZukunft der Stromversorgung wird von Sparmaßnahmen geprägt sein
Die Tendenz bei den Strompreisen kennt in Europa nur eine Richtung, die nach oben, erklärte der Chef des Verbundkonzerns, Michael Pistauer. Noch aber gibt es für die Kunden Entwarnung, Pistauer meinte, "derzeit" sehe er keine Preiserhöhung. Pistauers Worte setzen ein Signal, das in der Steiermark besonders beachtet wird, hat doch die Steweag-Steg ihre eigene Preiserhöhung indirekt von einer Anhebung der Verbundpreise abhängig gemacht.
Erklärung. Pistauer begründete die Tendenz mit der Preisentwicklung im Bereich der so genannten Primärenergie. In Europa bestehe enormer Bedarf an Kapazitäten zur Stromerzeugung. Die Atomkraft hat zwar in Frankreich große Bedeutung, neue Anlagen werden in der EU aber meist als Gas- oder Kohlekraftwerke errichtet. Die Möglichkeiten zur breit angelegten Nutzung von Wasserkraft sind in den Alpenländern nur noch gering gegeben, zeigen Beispiele in Österreich und der Schweiz.
Rohstoffpreise erhöhen sich. Mit dem steigenden Bedarf an Gas und Kohle erhöhen sich auch die Preise für die Rohstoffe. Zudem entferne man sich, so Pistauer, mit dem Bau solcher Anlagen vom Klimaschutzziel. Daraus entstehen wiederum Kosten, die von den Stromkunden zu tragen sein werden.
Bis 2020. Mit steigenden Strompreisen werde man sich in Europa bis 2020 abfinden müssen. Die Zukunft der Stromversorgung müsste daher von Sparmaßnahmen und der Steigerung der Effizienz geprägt sein, sagte Pistauer. So denke der Verbund an den Ausbau erneuerbarer Energie z. B. durch Windkraftanlagen in Italien.














