Lobbyisten: Streit um Argumente
Christof Zernatto beendete das Politfilm-Festival der Universität.
Ein wenig merkte man es ihm schon an, dass er sich um den Ruf seiner Branche sorgt: Ex-Politiker und Lobbyist Christof Zernatto beschloss am Donnerstag das viertägige Politikfilm-Festival der Alpen-Adria Universität. Nach dem Satire-Streifen "Thank You For Smoking" rund um die Zigaretten-Lobby in Washington, räumte Zernatto mit einigen Mythen auf: "Lobbyisten werden bezahlt, um im Sinne eines Auftraggebers strategisch clever die richtigen Leute mit den richtigen Argumenten zu versorgen.", so Kärntens Ex-Landeshauptmann. Dabei lege er höchsten Wert auf die Korrektheit seiner Informationen. "Lobbying hat nichts mit Manipulation zu tun. Wenn so etwas aufkommt, verliert man das Wichtigste in dieser Branche - die Glaubwürdigkeit", erklärte Zernatto.
Militärischer Gerätschaften. Vieles, was Lobbyisten treiben sei Geheimnis umwoben, aber meist nicht so spektakulär, wie man sich das gemeinhin vorstellt. Es ginge dabei oft um ganz kleine Dinge und nicht alles drehe sich um die Beschaffung militärischer Gerätschaften. Damit es in allen Fällen sauber zugehe, verordneten sich die Lobbyisten Regeln. "Der Geldkoffer ist tabu", so Zernatto.














