Biogas-Bauern sehen neuem Gesetz mit Bangen entgegen
In Info-Abenden wollen Biogas-Anbieter Politiker für besseres Ökostrom-Gesetz gewinnen. Die geplante Novelle lehnt man in dieser Form ab.

Foto © Harald HoferAuch Ökostrombereiche wie Photovoltaik oder Windenergie sind gegen Novelle
20 Biogaskraftwerke in ganz Österreich, vier davon in der Steiermark, sind Freitagabend zum Treffpunkt der Anlagenbetreiber mit Bundes-, Landes- und Gemeindepolitikern geworden. Dahinter stehen der Österreichische Biomasse-Verband und die Arge Kompost & Biogas, die den Volksvertretern ihre Ideen zur geplanten Ökostrom-Novelle nahe bringen wollen. "Es geht uns darum, den Politikern zu zeigen, worum es bei den Anlagen geht und was geschehen muss, damit es sie weiterhin gibt", so Gregor Grill vom Biomasse-Verband.
Finanzielle Probleme. Der Hintergrund sind finanzielle Probleme, die auf die Schultern der Biogas-Produzenten drücken. Wie berichtet haben die hohen Mais- und Getreidepreise einen großen Teil der 270 österreichischen Anlagen defizitär werden lassen. Seither rudern die Besitzer - in der Regel Bauern - ums Überleben. Als Soforthilfeaktion hatte die Regierung im Jänner die Förderungen um 20 Millionen Euro aufgestockt. Die Betreiber hoffen nun, dass auch die Gesetzesnovelle "der Wirklichkeit angepasste Tarife" bietet.
Kritik an Novelle. Im derzeitigen Entwurf des neuen Gesetzes könne davon allerdings keine Rede sein, kritisiert Franz Kirchmeyr von der Arge Kompost & Biogas. "Das stößt die Betreiber der Anlagen komplett vor den Kopf." Auch andere Ökostrombereiche wie Photovoltaik oder Windenergie lassen an der Novelle kein gutes Haar. Aus diesem Grund hat der Bundesverband Erneuerbare Energie ein Forderungspapier erarbeitet, das gestern ebenfalls präsentiert wurde. Vorbildfunktion hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz Deutschlands, das inzwischen von 46 Staaten übernommen worden ist.














