WK-Werbekampagne für Klein- und Mittelbetriebe
Wirtschaftskammer nimmt 140.000 Euro für Kampagne in die Hand, mehr als 2.600 Wirtschaftstreibende haben Aktion unterschrieben.
Mit einer Werbekampagne will die
Wirtschaftskammer Kärnten die Klein- und Mittelbetriebe des Landes in
den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Folgerichtig sind auf den
Plakaten und Inseraten auch Unternehmer zu sehen. WK-Präsident Franz
Pacher meinte am Donnerstag vor Journalisten zur Bedeutung der KMU in
Kärnten: "Die Kleinen sind der Tausendfüßler, der nicht umzubringen
ist." Sie seien das Rückgrat der Kärntner Wirtschaft.
140.000 Euro.
140.000 Euro nimmt die WK dafür in die Hand, mehr als 2.600
Wirtschaftstreibende haben sich mit ihrer Unterschrift hinter die
Aktion gestellt, die Namen sind auch auf den Plakaten abgedruckt.
Pacher: "Die mehr als 25.000 Unternehmen in Kärnten geben 200.000
Menschen und ihren Familien Arbeit und Einkommen." Dabei werde eine
regionale Gesamtwirtschaftsleistung von 14,2 Milliarden Euro
erwirtschaftet.
Erwirtschaftetes Geld.
In der breiten Öffentlichkeit und "allem Anschein nach auch in den
Politzentralen und Regierungsbüros" sei diese Tatsache aber offenbar
in Vergessenheit geraten. "In der öffentlichen Diskussion entsteht
manchmal der Eindruck, das Geld für die Aufrechterhaltung des Staates
werde von diesem selbst hergestellt und nach Gutdünken verteilt",
kritisierte der WK-Präsident. Vor allem Politiker würden gerne den
Anschein erwecken, ihre "guten Gaben für die Bürger" aus eigener
Tasche zu finanzieren. Dabei werde vergessen, dass die Unternehmer
und ihre Mitarbeiter jenes Geld erwirtschaften, das die Politik
ausgebe.
Ein-Personen-Firmen.
In Kärnten sind 98 Prozent der Unternehmen Klein- und
Kleinstbetriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern, 11.000 sind
überhaupt Ein-Personen-Firmen. Die KMU beschäftigen laut WK mehr als
83 Prozent der Arbeitnehmer in der gewerblichen Wirtschaft. Diese
Struktur hat, so Pacher, auch ihre Vorteile. Ein Großbetrieb könne
leicht einmal in Schieflage geraten, die vielen Kleinen hingegen
seien flexibel und individuell, ihre Eigentümer seien an einer
langfristigen Entwicklung der regionalen Wirtschaft interessiert.














