157 Kärntner im Konkurs
Konkursanträge stiegen in Kärnten im ersten Quartal um 13,4 Prozent an.
Einen Negativrekord zeigt der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) in seiner Bilanz für das erste Quartal 2008 auf. Erstmalig musste man in Kärnten zwei der österreichweit vier größten Insolvenzen verzeichnen. Namentlich den Ausgleich des Bleibergerhofs mit Passiva von rund 23 Millionen Euro und den Konkurs von Villi Glas in Sittersdorf mit 16 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Bundesweit wurden diese Pleiten nur von zwei Fällen übertroffen: Von der steirischen Baugesellschaft AST mit 41 Millionen Euro Passiva - die nebenbei erwähnt auch eine Niederlassung in Kärnten hatte - und dem Konkurs des niederösterreichischen Kunststoffmaschinenproduzenten Battenfeld in Kottingbrunn mit 30 Millionen Euro an Verbindlichkeiten.
Gesamtinsolvenzen.
Doch auch bei anderen Kennzahlen fällt Kärnten aus dem Trend. So ging die Zahl der Konkursanträge bundesweit um 15 Prozent zurück. In Kärnten stieg die Zahl der Gesamtinsolvenzen jedoch um 13,4 Prozent auf 110 Fälle. Die Passiva der 48 eröffneten Insolvenzfälle betragen 63 Millionen Euro, 62 Konkursanträge mussten mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen werden.
Statistik.
Bei den Privaten kam es in Kärnten zu 169 Konkursanträgen, 157 Insolvenzen wurden eröffnet. In der Statistik bedeutet das ein Plus von 11,7 Prozent. "So paradox es klingt: Aber die Zahl der steigenden Privatinsolvenzen zeigt, das es den Leuten wieder gut geht", sagt Barbara Wiesler Leiterin des KSV Büros in Klagenfurt. Die Leute hätten wieder Arbeit und können so ihre Schulden tilgen. "Mittlerweile erkennt man den Konkurs immer mehr als zweite Chance es besser zu machen als zu versagen", beobachtet Wiesler.














