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    Zuletzt aktualisiert: 25.03.2008 um 15:26 Uhr

    Sieben Prozent der heimischen Pleiten sind Betrug

    Die Zahl der betrügerischen Firmenpleiten hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

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    Foto © APASujetbild

    2007 waren bereits 7 Prozent aller eröffneten Insolvenzen auf betrügerisches Handeln zurückzuführen, gegenüber noch 4 Prozent im Jahr 2002. Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) schätzt die Zahl der betrügerischen Fälle im Vorjahr auf insgesamt 670 Pleiten, davon etwa 420 Fälle bei den mangels Masse abgewiesenen Konkursen.

    Am Bau. Die meisten betrügerischen Fälle gebe es am Bau, so Kantner zur APA. Es würden Unternehmen eigens gegründet, um sie dann in die Insolvenz zu schicken und sich Sozialversicherung zu sparen. Neuerdings würden auch GmbH-Mäntel gekauft, diese mit Baupersonal ausgestattet und dann in den Konkurs geschickt. Eine Entspannung dieser Entwicklung sei derzeit nicht in Sicht

    Anlagebetrüger. Den größten Schaden richten allerdings Anlagebetrüger an, so Kantner. Dazu kommen Bilanzfälschungen und das Kaschieren wirtschaftlicher Misserfolge oder gefälschte Geschäftsunterlagen für Investoren.

    Gründe. Insgesamt lassen sich rund 71 Prozent der im vergangenen Jahr eröffneten 3.023 Insolvenzen direkt auf Managementfehler wie Fahrlässigkeit, Fehler im innerbetrieblichen Bereich und persönliches Verschulden zurückführen. Externe Ereignisse hingegen spielen bei Insolvenzen immer weniger eine Rolle. Dies geht aus der diesjährigen Insolvenzursachenstatistik des KSV hervor. Nicht berücksichtigt sind dabei die 3.272 mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge.

    Missmanagement. Seit 1990 liegt die Anzahl der durch Missmanagement verursachten Insolvenzen konstant über 70 Prozent - Tendenz steigend. Wird auch noch der Mangel an Eigenkapital addiert, so haben sogar 87 Prozent der Pleiten unternehmensinterne Ursachen. Im vergangenen Jahr wurden mit 39 Prozent die meisten Insolvenzen aufgrund von Fehlern im innerbetrieblichen Bereich verursacht, wie durch das Fehlen kaufmännischen Weitblicks, Absatzschwierigkeiten, aber auch Kalkulationsfehler oder interne strukturelle Schwierigkeiten. Im Vergleich zum Jahr 1990 ist das ein Wachstum von immerhin 18 Prozent.


    Insolvenzverfahren

    Insgesamt lassen sich rund 71 Prozent der im vergangenen Jahr eröffneten 3.023 Insolvenzen direkt auf Managementfehler wie Fahrlässigkeit, Fehler im innerbetrieblichen Bereich und persönliches Verschulden zurückführen.

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