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    Zuletzt aktualisiert: 17.12.2012 um 18:07 UhrKommentare

    Erschwerter Zugang in Frühpension

    Die Pensionen werden mit 1. Jänner um 1,8 Prozent erhöht. Wer erst in den Ruhestand treten will, für den wird der Zugang zur Frühpension deutlich erschwert.

    Foto © APA

    Die Antrittsvoraussetzungen werden sowohl bei der Korridorpension als auch für die Altersteilzeit und in bestimmten Bereichen für die Invaliditätspension nach oben geschraubt. Außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge für Besserverdiener deutlich erhöht, auch Selbstständige und Bauern müssen höher Beiträge zahlen.

    Die Pensionen werden aufgrund des Sparpakets um einen Prozentpunkt unter der Inflationsrate angehoben. Für die überwiegende Mehrzahl der Pensionisten bedeutet dies eine Anpassung um 1,8 Prozent. Nur die rund 230.000 Mindestpensionisten bekommen eine Erhöhung ihrer Ausgleichszulagen um 2,8 Prozent. Für Alleinstehende steigt die Ausgleichszulage damit auf 837,63 Euro, für Ehepaare auf 1.255,89 Euro. Pro Kind erhöhen sich die Werte um 129,24 Euro. Die Höchstpension im ASVG beträgt 3.034,60 Euro, das sind 80 Prozent der besten 25 Jahre des Berufslebens bzw. der Höchstbemessungsgrundlage von 3.792,70 Euro.

    Schwerer Antritt

    Der Gang in die Frühpension wird ab kommendem Jahr weiter erschwert. Die Korridorpension, Nachfolgerin der klassischen Frühpension, behält zwar das Antrittsalter 62, allerdings müssen statt wie bisher 37,5 künftig 40 Versicherungsjahre vorgewiesen werden, um in den Ruhestand zu kommen. Der Übergang erfolgt ab 2013 in Halbjahresschritten bis ins Jahr 2017. Der jährliche Abschlag steigt von 4,2 auf 5,1 Prozent. Für Frauen wird die Korridorpension erst relevant, wenn ihr Antrittsalter ab 2024 von 60 schrittweise in Richtung 65 angehoben wird.

    Bei der Invaliditätspension entfällt für ungelernte Arbeiter der Tätigkeitsschutz nach dem 57. Lebensjahr. Er setzt künftig erst mit 60 ein, womit die Betroffenen länger am vollen Arbeitsmarkt vermittelbar bleiben. Beim Antrag auf I-Pension wird der sogenannte Pensionsvorschuss nicht mehr so leicht gewährt wie bisher. Der Bezug wird ab 2013 auf Personen eingeschränkt, die - gemäß einem vorzulegenden ärztlichen Gutachten - mit der Zuerkennung einer I-Pensionsleistung rechnen können. Alle anderen müssen Krankengeld oder eine Arbeitslosenleistung beziehen und bleiben somit im Wirkungsbereich des AMS. Die schon beschlossene große Reform der Invaliditätspensionen mit der Abschaffung für unter 50-Jährige und Einführung eines Rehabilitationsgeldes tritt erst 2014 in Kraft.

    Kein "Blocken"

    Bei der Altersteilzeit wird ab kommendem Jahr die Möglichkeit des "Blockens" eingeschränkt. Diese Option, die erste Zeit voll und die zweite Periode gar nicht mehr zu arbeiten, darf nur mehr eingesetzt werden, wenn im Gegenzug eine arbeitslose Person eingestellt wird. Insgesamt kann die Altersteilzeit künftig nicht nur bis zum frühest möglichen Pensionsantritt, sondern bis zum gesetzlichen Antrittsalter (Frauen 60, Männer 65) in Anspruch genommen werden, allerdings lediglich über fünf Jahre.

    Selbstständige, Bauern und Besserverdiener müssen künftig höhere Pensionsbeiträge zahlen. Der Pensionsbeitrag in der gewerblichen Pensionsversicherung steigt bereits mit 1. Jänner um einen Prozentpunkt auf 18,5 Prozent. Bei den Bauern ist eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf 16 Prozent ab 1. Juli 2013 fällig. Besserverdiener trifft die außertourliche Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage (auch in der Kranken-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung) um 90 Euro ab 1. Jänner. Sie steigt damit im ASVG auf 4.440 Euro.

    Die Geringfügigkeitsgrenze wird um 10,54 Euro auf 386,80 Euro monatlich angehoben. Für Frühpensionisten bedeutet dies etwa, dass sie bis zu diesem Betrag dazuverdienen können, ohne den Ruhensbezug zu verlieren.

    Der in den vergangenen Jahren schon empfindlich verteuerte Nachkauf von Schul- und Studienzeiten wird mit 1. Jänner weiter angehoben. Ein Schul- bzw. Studienmonat kostet statt bisher 964,44 Euro nun 1.012,32 Euro. Für Personen, die vor dem 1. Jänner 1955 geboren wurden, kommen noch sogenannte Risikozuschläge hinzu, das heißt die Monate werden teurer, je später sie eingekauft werden.


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