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Zuletzt aktualisiert: 04.06.2008 um 08:56 Uhr

Hillary Clinton im Porträt

Die ehrgeizige Politikerin hat alle Ziele erreicht - bis auf eines: das Amt der US-Präsidentin.

Foto © Reuters

Als First Lady wurde Hillary Clinton von Kritikern bissig als heimliche Vizepräsidentin bezeichnet. Die Senatorin von New York polarisiert immer noch wie zu Zeiten als First Lady an der Seite ihres Mannes Bill Clinton, wo sie mit ihrer selbstbewussten Art so gar nicht in das Bild passen wollte, das viele von der Frau einen Präsidenten haben.

Kritisiert, aber respektiert. Clinton wird auch heute noch mit Attributen wie kalt, berechnend, selbstgerecht und bisweilen sogar fanatisch versehen. Kritiker in der eigenen Partei befürchten, eine Kandidatin Clinton könnte von den Wählern mit den Skandalen aus der Amtszeit ihres Mannes identifiziert werden und damit die Chancen auf die Rückeroberung des Weißen Hauses bei der Wahl im November 2008 schmälern.

Höhen und Tiefen. Clinton, die am 26. Oktober 1947 als Hillary Diane Rodham geboren wurde und in einem vornehmen Vorort von Chicago im Staat Illinois aufwuchs, hat sich nie leicht in überkommene Rollenmuster einordnen lassen. Im Leben der gelernten Juristin hat es immer wieder Brüche und Widersprüche gegeben. So engagierte sich die Tochter einer liberalen Mutter und eines streng konservativen Vaters als Jugendliche im Präsidentschaftswahlkampf 1964 für den erzkonservativen Republikaner Barry Goldwater, nur vier Jahre später unterstützte sie den linksliberalen Demokraten Eugene McCarthy.

Eigene politische Ziele. Mit der bloßen Rolle der Frau an der Seite ihres Mannes, den sie 1975 geheiratet hat, gab sie sich nie zufrieden - was auch der Aufbau einer eigenen politischen Karriere als bisher einzige frühere First Lady zeigt. Als Bill Clinton Gouverneur von Arkansas war, arbeitete sie als Rechtsanwältin und wurde Teilhaberin einer Anwaltskanzlei. Zweimal wurde sie damals von einer Fachzeitschrift in den Kreis der hundert einflussreichsten Anwälte gewählt. 1974 war die damals frischgebackene Juristin im Zusammenhang mit der Watergate-Affäre an den Untersuchungen gegen den seinerzeitigen Präsidenten Richard Nixon beteiligt. Manche meinen, das mehr als zwei Jahrzehnte später von den Republikanern gegen Präsident Clinton betriebene Amtsenthebungsverfahren wegen der Lewinsky-Affäre sei eine späte Rache dafür gewesen.

Lewinsky-Affäre. Die Affäre ihres Mannes mit der Praktikantin des Weißen Hauses Monica Lewinsky, die den Präsidenten beinahe das Amt gekostet hätte, hat die Ehe des Paares auf eine harte Probe gestellt, wenngleich Bill Clinton schon vorher Affären mit anderen Frauen hatte. In dieser Zeit entschied sich Hillary Clinton für eine eigene politische Karriere. In ihrem Buch "Gelebte Geschichte" schreibt sie dazu: "Die beiden schwierigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben zu treffen hatte, waren: mit Bill verheiratet zu bleiben und in New York für den Senat zu kandidieren."


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