Hillary Clinton im Porträt
Die ehrgeizige Politikerin hat alle Ziele erreicht - bis auf eines: das Amt der US-Präsidentin.

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Als First Lady wurde Hillary Clinton von
Kritikern bissig als heimliche Vizepräsidentin bezeichnet. Die Senatorin von New York polarisiert immer noch wie zu Zeiten
als First Lady an der Seite ihres Mannes Bill Clinton, wo sie mit
ihrer selbstbewussten Art so gar nicht in das Bild passen wollte, das
viele von der Frau einen Präsidenten haben.
Kritisiert, aber respektiert. Clinton wird auch heute
noch mit Attributen wie kalt, berechnend, selbstgerecht und bisweilen
sogar fanatisch versehen. Kritiker in der eigenen Partei befürchten,
eine Kandidatin Clinton könnte von den Wählern mit den Skandalen aus
der Amtszeit ihres Mannes identifiziert werden und damit die Chancen
auf die Rückeroberung des Weißen Hauses bei der Wahl im November 2008
schmälern.
Höhen und Tiefen. Clinton, die am 26. Oktober 1947 als Hillary Diane Rodham geboren
wurde und in einem vornehmen Vorort von Chicago im Staat Illinois
aufwuchs, hat sich nie leicht in überkommene Rollenmuster einordnen
lassen. Im Leben der gelernten Juristin hat es immer wieder Brüche
und Widersprüche gegeben. So engagierte sich die Tochter einer
liberalen Mutter und eines streng konservativen Vaters als
Jugendliche im Präsidentschaftswahlkampf 1964 für den
erzkonservativen Republikaner Barry Goldwater, nur vier Jahre später
unterstützte sie den linksliberalen Demokraten Eugene McCarthy.
Eigene politische Ziele. Mit der bloßen Rolle der Frau an der Seite ihres Mannes, den sie
1975 geheiratet hat, gab sie sich nie zufrieden - was auch der Aufbau
einer eigenen politischen Karriere als bisher einzige frühere First
Lady zeigt. Als Bill Clinton Gouverneur von Arkansas war, arbeitete
sie als Rechtsanwältin und wurde Teilhaberin einer Anwaltskanzlei.
Zweimal wurde sie damals von einer Fachzeitschrift in den Kreis der
hundert einflussreichsten Anwälte gewählt. 1974 war die damals
frischgebackene Juristin im Zusammenhang mit der Watergate-Affäre an
den Untersuchungen gegen den seinerzeitigen Präsidenten Richard Nixon
beteiligt. Manche meinen, das mehr als zwei Jahrzehnte später von den
Republikanern gegen Präsident Clinton betriebene
Amtsenthebungsverfahren wegen der Lewinsky-Affäre sei eine späte
Rache dafür gewesen.
Lewinsky-Affäre. Die Affäre ihres Mannes mit der Praktikantin des Weißen Hauses
Monica Lewinsky, die den Präsidenten beinahe das Amt gekostet hätte,
hat die Ehe des Paares auf eine harte Probe gestellt, wenngleich Bill
Clinton schon vorher Affären mit anderen Frauen hatte. In dieser Zeit
entschied sich Hillary Clinton für eine eigene politische Karriere.
In ihrem Buch "Gelebte Geschichte" schreibt sie dazu: "Die beiden
schwierigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben zu treffen
hatte, waren: mit Bill verheiratet zu bleiben und in New York für den
Senat zu kandidieren."




















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