"Rahmbo" wird Obamas neuer Stabschef
Der ehemalige Clinton-Berater Rahm Emanuel hat das Angebot von US-Präsident Obama angenommen und wird sein neuer Stabschef.

Foto © APRahm Emanuel und Barack Obama
Nach seinem Wahlsieg hat
der designierte US-Präsident Barack Obama mit den Vorbereitungen für
die Amtsübernahme begonnen. Der scheidende Präsident George W. Bush
lud Obama am Donnerstag zu einem Treffen in der kommenden Woche ein,
um den Regierungswechsel vorzubereiten. Der Geheimdienst CIA kündigte
an, Obama und seine Berater in vertrauliche Fragen der nationalen
Sicherheit einzuweihen. Obama selbst ernannte bereits den
Kongressabgeordneten und Berater des früheren Präsidenten Bill
Clinton, Rahm Emanuel, zu seinem künftigen Stabschef im Weißen Haus.
Außerdem stellte er ein Beraterteam zusammen, um die Phase des
Übergangs bis zum Amtsantritt am 20. Jänner vorzubereiten.
Porträt von Rahm
Bestätigt. Zwei Tage nach seiner historischen Wahl hat
der designierte US-Präsidenten Barack Obama bestätigt, den
demokratischen Kongressabgeordneten Rahm Emanuel zum künftigen
Stabschef im Weißen Haus berufen zu haben: "Niemand, den ich kenne,
kann die Aufgaben besser schaffen, als Rahm Emanuel", sagte Obama
nach Angaben seines Büros am Donnerstag. Der Posten des Staatschefs
sei entscheidend für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Der
48-jährige Emanuel war bereits in den 90er Jahren Berater für
Ex-Präsident Bill Clinton. Obama wird das Präsidentenamt am 20.
Jänner übernehmen.
Erste Pressekonferenz.
Zur Vorbereitung der Amtsübernahme richtete Obamas Team ein Büro
in Washington ein. An die Spitze des Organisationsteams berief Obama
den früheren Stabschef von Präsident Bill Clinton, John Podesta,
sowie seine Beraterin Valerie Jarrett und seinen Stabschef im Senat,
Pete Rouse. Am Freitag will der künftige Präsident nach einem Treffen
mit seinen Wirtschaftsexperten seine erste Pressekonferenz geben. An
der Sitzung nähmen auch Spitzenberater Obamas teil, sagte ein
Mitarbeiter des Politikers am Donnerstag. Mit Spannung wird erwartet,
ob Obama dabei weitere Mitglieder seines Kabinetts benennen wird.
Bush schlug Gespräch vor.
Bush schlug seinem designierten Nachfolger unterdessen vor, im
persönlichen Gespräch über aktuelle Fragen wie die Wirtschaftskrise
und den Einsatz im Irak zu beraten. "Ich freue mich, diese Themen
Anfang kommender Woche mit dem designierten Präsidenten zu
besprechen", fügte er hinzu. Er werde außerdem seine Mitarbeiter
bitten, das Beraterteam um Obama in den kommenden Wochen über alle
wichtigen politischen Fragen zu unterrichten. Aus Obamas Umfeld
verlautete, der Senator nehme die Einladung an. Nach Angaben aus dem
Weißen Haus lud zudem Bushs Frau Laura die künftige First Lady
Michelle Obama in einem Telefonat zu einem Besuch im Weißen Haus ein.
"Lückenlose Zusammenarbeit".
Der scheidende Präsident sagte Obama eine "lückenlose
Zusammenarbeit" bei der Amtsübergabe zu. Nach Angaben eines ranghohen
Bush-Mitarbeiters laufen bereits Verhandlungen mit Obamas Team über
seine Rolle beim G-20-Gipfel am 15. November in Washington. Bei dem
Treffen wollen Industriestaaten und Schwellenländer über Wege aus der
Finanzkrise beraten. Ob Obama selbst an dem Treffen teilnimmt, war
zunächst noch offen. Der französische Außenminister Kouchner will
bereits in der kommenden Woche nach Washington reisen und Obama ein
Strategiepapier zu den transatlantischen Beziehungen überreichen.



















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