Obamas Siegesrede: "Dieser Sieg gehört euch!"
Vor rund 150.000 Zuhörern hielt Obama seine erste Rede als Präsident der USA. Hier die wichtigsten Auszüge daraus.

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In einer frei gehaltenen und gleichzeitig emotionalen wie
rhetorisch brillanten Rede beanspruchte Obama den Erfolg nicht für
sich, sondern widmete ihn dem amerikanischen Volk: "Der Sieg gehört
Euch! Er gehört Euch, denn die Kampagne begann nicht in den Salons
von Washington, wie sonst üblich, sondern in euren Wohnzimmern und
Hinterhöfen."
"Wandel ist gekommen!" "Der Wandel ist nach Amerika gekommen!" Das sei "wieder eine
Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk", zitierte
Obama eine entsprechende Passage aus der berühmten
Gettysburg-Erklärung von Präsident Abraham Lincoln von 1863.
Rückschläge. Die Euphorie werde aber nicht für immer anhalten. "Es wird
Rückschläge geben, aber ich werde als Präsident immer ehrlich sein
vor den Herausforderungen, denen wir begegnen müssen."
"Yes, we can!" In seiner Rede, die vom Publikum immer wieder mit "Yes, we
can!"-Rufen unterbrochen wurde, wiederholte Obama mehrmals die
Notwendigkeit, auf dem Wandel zu beharren. "Das ist unsere einzige
Chance, wir brauchen einen neuen Geist, einen neuen Patriotismus, wir
müssen noch härter arbeiten. Wir können nicht auf der einen Seite
eine florierende Wall Street haben, während die Main Street (die
einfachen Leute - Anm.) leidet", bezog sich Obama auf die nach wie
vor bedrohliche Finanzmarktkrise.
Aufruf zu Zusammenhalt. Der Sieg der Demokraten solle das Land nun nicht entzweien, meinte
der neue US-Präsident und rief zu nationalem Zusammenhalt und zu
Demut auf. "Wir sind nicht Feinde, sondern Freunde!"
Appell an Bürger. "Als Präsident höre ich Eure Stimmen, aber ich brauche auch Eure
Hilfe, denn die Morgendämmerung eines neuen Führungsstils ist da", so
Obama.
"Leuchtturm Amerika". Amerika sei immer eine führende Nation gewesen. Heute strahle der
"Leuchtturm Amerika" mehr als je zuvor, weil er "wieder die echten
Werte ausstrahlt, nämlich Demokratie, Freiheit, Chancengleichheit und
Hoffnung."
Emotionale Rede. Gekonnt setzte die TV-Regie während der Rede Obamas emotionale
Akzente: So wurde immer wieder ein weinender, ergriffener Jesse
Jackson gezeigt. Der prominente Baptisten-Prediger ist einer der
Anführer der afroamerikanischen Gemeinschaft und war der erste
Afroamerikaner, der sich um die US-Präsidentschaft bewarb. Er wurde
1984 Dritter bei den Vorwahlen der Demokraten.




















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