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Zuletzt aktualisiert: 04.06.2008 um 07:42 UhrKommentare

Clintons Kampf um die Wählergunst

Die Favoritin der Demokraten gilt als anerkannter Profi. Dafür zollen ihr viele Respekt.

Foto © AP

Die ehemalige First Lady wollte die erste US- Präsidentin werden. Und der Sieg schien Hillary Clinton gewiss. Die 60-jährige Senatorin aus New York war lange Zeit die Favoritin ihrer Demokratischen Partei - bis ihr der kometenhafte Aufstieg des schwarzen Newcomers Barack Obama in die Quere kam.

"Umfeld der Strenge". Clinton gilt als zäher, routinierter Politprofi. Der Kampfgeist wurde der in Chicago geborenen Hillary Rodham bereits von ihrem Vater, einem mittelständischen Unternehmer, beigebracht. Der Journalist Carl Bernstein schreibt in seiner Biografie: "In ihrer Familie hat der Vater wie ein Militärausbilder geherrscht.... Sie wuchs auf in diesem Umfeld der Strenge, in dem sie kämpfen lernte."

Ihre Anhänger. Die schlagfertige, gebildete Juristin aus Illinois überzeugt zwar viele intellektuell, aber die Herzen vieler Amerikaner hat sie noch nicht gewonnen. Clinton gilt als spröde und berechnend, jemand, der eine politische Dynastie etablieren und weiterführen wollte. Doch war ihr Wahlkampf effektiv und zielgerichtet: Clinton versammelte Wählergruppen um sich, mit denen sich die Demokraten sonst eher schwertaten: ältere Frauen, weiße Arbeiter, Latinos und Katholiken.

Nicht für die zweite Reihe. Als die Yale-Absolventin an der Seite Bill Clintons ins Weiße Haus einzog, gab sie sich nicht mit der herkömmlichen Rolle der First Lady zufrieden. Sie führte das Gremium, das im Auftrag der Regierung eine Gesundheitsreform plante - und scheiterte.

Kampf für Reform. Auch heute kämpft Clinton für eine Gesundheitsreform. Sie, die sich gern zusammen mit ihrer Tochter Chelsea umjubeln lässt, streitet für liberale Werte in Justiz und in der Familienpolitik. Bei vielen linken und liberalen Wählern gilt sie dennoch als politischer Falke. Besonders ihre Zustimmung zum Irak-Krieg 2002, von dem sie sich erst sehr spät distanziert hat, haben ihr viele nicht verziehen.

Ihr größtes Verhängnis. Etliche Amerikanerinnen nehmen ihr übel, dass sie ihren Mann nach der Affäre mit seiner damaligen Praktikantin Monika Lewinsky nicht verließ. Seine aktive Unterstützung im Kampf um die Kandidatur sehen viele auch als Hillarys größtes Verhängnis.


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