Clinton gewinnt Vorwahl in Puerto Rico
Hillary Clinton hat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur die Vorwahlen in Puerto Rico für sich entschieden. Doch Rivale Barack Obama führt uneinholbar bei der Anzahl der Delegiertenstimmen.

Foto © APAusgezahlt: Hillary auf Wählerfang
Hillary Clinton hat die US-Vorwahl der Demokraten auf der Karibikinsel Puerto Rico mit großer Mehrheit gewonnen. Dennoch liegt ihr Konkurrent Barack Obama nach 48 Vorwahlen bei den Delegiertenstimmen praktisch uneinholbar vorn. US-Medien gehen fast übereinstimmend davon aus, dass Obama bis Ende dieser Woche die notwendige Anzahl der Delegierten zu seiner Nominierung hinter sich bringen kann. Die letzten beiden Vorwahlen sind am Dienstag in den US-Staaten South Dakota und Montana.
68 Prozent. Clinton kam nach Auszählung von 99 Prozent der Wahlbezirke auf 68 Prozent der Stimmen in Puerto Rico. Auf Obama entfielen lediglich 32 Prozent. Allerdings können die Bewohner der Insel, die mit den USA assoziiert ist, bei der Präsidentenwahl nicht abstimmen. Obama, der Clinton zu ihrem Wahlsieg gratulierte und ihren unermüdlichen Einsatz im Wahlkampf lobte, äußerte sich optimistisch, dass er seine Partei in die Wahlen führt. Es komme darauf, McCain zu stoppen, der "die Politik der Regierung (von Präsident George W.) Bush um weitere vier Jahre verlängern" wolle. Auch sein Sprecher Robert Gibbs sagte, Obama rechne noch in dieser Woche "ganz fest" mit seiner Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten.
"Weiterkämpfen". Allerdings meldete auch Clinton ihren Anspruch auf die Kandidatur an. Zwar habe Obama mehr Delegierte für sich gewonnen, sie habe dagegen bei den fast 50 Vorwahlen mehr Wählerstimmen erhalten. Zudem sei sie am besten in der Lage, bei den Präsidentenwahlen im November den Republikaner John McCain zu schlagen. Dies müssten sich die "Superdelegierten" klar machen, die bei der Nominierung das letzte Wort haben. "Lasst uns weiterkämpfen", rief sie der jubelnden Menge am Sonntagabend (Ortszeit) in San Juan zu.
Keine direkten Angriffe. US-Medien gehen allerdings davon aus, dass Obama die weitaus besten Chancen zur Nominierung hat. Möglicherweise werde Clinton nach dem Ende der Vorwahlen am Dienstag das Handtuch werfen, hieß es. Die frühere First-Lady vermied bei ihrer Rede im Unterschied zu früher jeden direkten Angriff auf ihren Rivalen Obama. Auch ging sie nicht auf die jüngste Entscheidung der Parteiführung über die für sie ungünstige Bewertung der Delegiertenstimmen aus Florida und Michigan ein.
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Kontrahenten
Obama wäre der erste Farbige, der in der US-Geschichte bei einer Präsidentenwahl antritt. Bei den Republikanern ist so gut sicher, dass der 71-jährige John McCain bei der Präsidentenwahl am 4. November antritt.





















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