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Obama ordnet Sicherheitsüberprüfung an Geistliches Oberhaupt des Iran: Islamische Welt hasst die USA Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Barack Obama Nächster Artikel Obama ordnet Sicherheitsüberprüfung an Geistliches Oberhaupt des Iran: Islamische Welt hasst die USA
Zuletzt aktualisiert: 06.04.2008 um 00:10 Uhr

"Ich habe absolut nichts gegen reiche Leute"

Von den drei verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern der beiden großen amerikanischen Parteien ist Hillary Clinton die vermögendste.

Hillary Clinton: Schon lange ausgesorgt

Foto © APHillary Clinton: Schon lange ausgesorgt

Nach der zusammen mit ihrem Mann am Freitag veröffentlichten Steuererklärung verdienten die Clintons im vergangenen Jahr 20,4 Millionen Dollar (12,98 Mio. Euro). Seit 2000 summierten sich ihre Einnahmen auf 109 Millionen Dollar. "Ich habe absolut nichts gegen reiche Leute", sagte Hillary Clinton auf einer Wahlkampfveranstaltung in Grand Forks im US-Staat North Dakota. "In der Tat haben mein Mann und ich - sehr zu unserer Überraschung - viel Geld verdient, seit er das Weiße Haus verlassen hat und er das macht, was er am meisten liebt: Mit den Leuten sprechen."

Steuererklärung wie eine Erfolgsstory. Die Steuererklärung dokumentiert eine Erfolgsstory nach der Präsidentschaft Bill Clintons. Das Ehepaar verließ das Weiße Haus mit finanziellen Sorgen wegen einer Reihe von juristischen Ermittlungen. Nun sind sie wohlhabend genug, um die Wahlkampfmaschinerie Hillarys mit fünf Millionen Dollar am Laufen zu halten.

Goldgrube Bücher. Präsidentschaftsbewerberin und Expräsident zahlten von 2000 bis 2007 insgesamt 33,8 Millionen Dollar Steuern. In dieser Zeit spendeten sie laut Steuererklärung 10,25 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke. Im letzten Jahr seiner Präsidentschaft, 1999, gab das Paar seine Einkünfte noch mit 416.039 Dollar an. Das meiste Geld verdienten beide mit Büchern. Bill Clinton ist zudem an mehreren Unternehmungen und Fonds beteiligt und verzeichnet das Gros seiner Einkünfte unter der Überschrift "Reden & Schreiben". Seit dem Ende seiner Amtszeit verdiente er mit Reden und Vorträgen 51,85 Millionen Dollar. Seine Bücher "My Life" und "Giving" spülten weitere 29,6 Millionen Dollar in die gemeinsame Veranlagung.

Teure Vorträge. Für einen Vortrag verlangt Clinton 100.000 bis 450.000 Dollar. Diese Zahlen nannte er im vergangenen Jahr, als er Redehonorare bei Unternehmen wie IBM und Goldman Sachs auflistete. Auch Vorträge für Wohltätigkeitsorganisationen werden bezahlt. Weitere Millioneneinnahmen generieren seine Partnerschaft mit dem Fonds Yucaipa Global Opportunities sowie seiner Beratertätigkeit für die Datenfirma InfoUSA.

Obama und McCain "ärmer". Hillary Clinton verdiente mit ihrem Buch "Living History" 10,5 Millionen Dollar, die Einnahmen von "It Takes a Village" spendete sie. Die Steuererklärung zeigt, dass sie die größten Möglichkeiten hat, ihren Wahlkampf aus eigener Kraft zu finanzieren. Ihr Rivale Barack Obama deklarierte sein Einkommen 2006 auf rund eine Million Dollar. Der republikanische Bewerber John McCain Einkünfte beschränken sich laut seiner Steuererklärung auf 169.300 Dollar als Senator, dazu bekommt er von der Marine eine Pension von 56.000 Dollar. Seine Frau Cindy hat zwar mehr als 100 Millionen Dollar geerbt, das Paar lebt aber in Gütertrennung.


Kritik

Kritiker monierten, das Ehepaar habe nicht genauen Einblick in mögliche dubiose Geschäftsverbindungen gegeben.

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Bill Clinton nachdenklich: Wohin mit all dem Geld?Foto © AP

Fakten

Allein für seine Reden bekam Bill Clinton in den vergangenen acht Jahren 51,8 Millionen Dollar, seine Buchhonorare betrugen den Angaben zufolge 29,5 Millionen Dollar.

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Ansprechende Pension: John McCainFoto © APA

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