Omega-Hoch lässt uns schwitzen
Über einen Spätsommer der besonderen Art dürfen wir uns heuer freuen. Bis Freitag klettern die Temperaturen wieder auf sommerliche Höhen.

Foto © Leser-Reporter Manfred Galler
Wirklich stören dürfte es ja niemanden, aber ungewöhnlich sind die heurigen Oktobertemperaturen allemal. Verantwortlich dafür ist ein sogenanntes Omega-Hoch, das rechts und links von zwei Tiefdruckgebieten quasi blockiert ist und deshalb einen besonders sommerlichen "Altweibersommer" abliefert. Allzeitrekorde wurden bisher zwar nicht gebrochen, doch mit beachtlichen 27,6 Grad am 1. Oktober ist Neusiedl am See diesjähriger Spitzenreiter.
"Es kommt immer wieder einmal vor, dass es Ende September oder auch Anfang Oktober solch langanhaltende Schönwetterperioden gibt", sagte die Klimatologin Johanna Oberzaucher von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag zur APA. "Aber am Freitag ist es damit ohnehin vorbei, dann schafft es ein Tief durchzubrechen."
Sommerliche Temperaturen in Aussicht
Bis dahin darf sich ganz Österreich über einen Spätsommer der besonderen Art freuen. Im Osten kletterten die Quecksilbersäulen in den vergangenen Tagen in - für diese Jahreszeit - schwindelerregende Höhen: Hinter Neusiedl am See folgte Hohenau (NÖ) mit 27,4 Grad und Wien-Donaufeld mit 27,3 Grad (beide am vergangenen Samstag) und wiederum Neusiedl am See mit 27,2 Grad am gestrigen Sonntag. Der Allzeitrekord von 30,2 Grad in Fußach am Bodensee vom 4. Oktober 1966 ist auch in den kommenden "heißen" Oktobertagen nicht in Gefahr.
Features
Omega-Hoch
Ein Omega-Hoch ist ein Hoch, das rechts und links von zwei Tiefdruckgebieten blockiert ist.








