Ein Tag ohne Lachen ist wie mentale Verstopfung

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Weg mit Pillen und Salben - dafür lieber lachen und fröhlich sein: Bei der Tübinger Humorwoche beraten an diesem Samstag Ärzte, Forscher und Komiker darüber, wie man Humor in der Medizin einsetzen kann. Ein fröhliches Lachen wirke schneller als jede Tablette, sagte der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen der Nachrichtenagentur dpa bei einem Besuch in Tübingen.
"In den letzten Jahren gibt es eine Revolution in den Gesundheitswissenschaften und der Psychologie. Endlich wird nicht nur geschaut, was die Menschen krank macht, sondern auch, was sie gesund hält und vor seelischen Belastungen schützt," sagte der Kabarettist.
Ärzte und Pflegekräfte sollten viel stärker mit Humor arbeiten, forderte der 43-Jährige. "Immer wird man nach Stuhlgang gefragt. Dafür gibt es eine große Spalte, als sei das die wichtigste Funktion eines Menschen im Krankenhaus. Ich wünsche mir eine Spalte für die Stimmung: "Wie oft haben sie gestern gelacht?""
Hirschhausen mahnte: "Einen Tag nicht gelacht ist bedrohlicher als ein Tag ohne Stuhlgang - das ist mentale Verstopfung." Gute Mediziner sollten sich Techniken aus dem Improvisationstheater aneignen. Dann könnten sie in angespannten Situationen mit den Patienten auch gelassener reagieren.
Auch bei vielen Volkskrankheiten wie Depression, Übergewicht und Rückenschmerzen sei es wichtig, die Stimmung eines Patienten positiv zu beeinflussen. "Ich träume davon, dass es für Humor im Krankenhaus eines Tages keine privaten Spenden mehr braucht, sondern es eine selbstverständliche Kassenleistung wird."








