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    Zuletzt aktualisiert: 13.12.2012 um 14:29 UhrKommentare

    Meine Top (20)12

    Sicher nicht die besten Songs des Jahres, aber wer kann die schon krönen? Meine ganz persönlichen Favoriten habe ich allerdings für Sie zusammengestellt. Von Matthias Reif.

    Foto © kk

    The Mars Volta - The Malkin Jewel

    Ob der Vergleich mit Pink Floyd wirklich zulässig ist, darf bezweifelt werden. Allerdings gibt es Parallelen zwischen den Psychedelic-Pionieren und The Mars Volta. Die völlige Missachtung stilistischer und dramaturgischer Rahmenbedingungen für zeitgenössische Popularmusik etwa, die von Cedric Bixler-Zavala & Omar Rodriguez-Lopez sicher da und dort auf die Spitze getrieben wird. Auch beim aktuellen Album Noctourniquet muss man wohl mehrmals hinhören, bevor sich das Ohr auf den Ton eingestellt hat. Aber auch diesmal lohnt es sich.

    Paul Banks - Arise, Awake

    Interpol? Fehlanzeige! Es ist schon länger ruhig um die Indie-Band aus New York. Dafür ist Frontman Paul Banks alias Julian Plenti fleißig. Das gesamte Album Banks ist gelungen, Arise, Awake eignet sich hervorragend, um das jüngste Werk von Banks zu illustrieren und anzuteasern. Natürlich steht seine verträumte Stimme wieder im Mittelpunkt der Produktion.

    Chromatics - These Streets Will Never Look The Same

    Diese Kombo aus Portland kam ursprünglich aus der Ecke Punk und Post-Rock. Heute produzieren die Chromatics bestechend reduzierten Dreampop, getragen von alten, neuen Synthiegrooves. Dass sie damit auch den Weg auf den Soundtrack von "Drive" geschafft haben, überrascht nicht. Erwähnenswert ist auch ihre Coverversion des Young-Klassikers Hey Hey, My My, die sich auf dem Album Kill for Love findet.

    Deichkind - Illegale Fans

    Daran führt kein Weg vorbei: Deichkind haben sich zurückgemeldet. Nach dem Tod von Mastermind Sebi Hackert, wurde eine erfolgreiche Weiterführung des brachialen Party-Elektro-Punk-Rap-Projekts aus Hamburg-City allgemein angezweifelt. Doch alle hörten die Signale und der Befehl Von Ganz Unten hat voll eingeschlagen. Einfach geil, ohne "leider".

    Earthlimb - Pulsar

    Da lernen selbst Schweine fliegen. Das Album Origin ist das Erstlingswerk von Earthlimb, und ein gelungenes dazu. Mehr als vier Jahre durfte es im Studio reifen, bevor wir es nun genießen können. Der teils komplexe Aufbau erschwert das Hören dabei in keiner Weise, die Vielfalt ist schlicht (, aber) beeindruckend.

    Spiritualized - Little Girl

    Schwere Kost von den Dreampop-Veteranen aus England. Allerdings ist damit jetzt eher die visuelle Umsetzung der neuen Platte Sweet Heart Sweet Light gemeint. Musikalisch kommt Spiritualized gewohnt leichtfüßig daher - wenn man den ein oder anderen Text ausblendet oder zumindest nicht hinterfragt. Ein hochwertiges Gesamtwerk.

    Sleepy Sun - Martyr´s Mantra

    Manchmal ist es besser, sich zu trennen. Im Fall der schläfrigen Sonnen aus San Francisco und ihrer Ex-Lead-Sängerin Rachel Fannan trifft das wohl zu. Zumindest wirken sich die getrennten musikalischen Wege nicht negativ auf das Schaffen der "Hinterbliebenen" aus. Das beweist das dritte Album der Sleeping Suns: Spine Hits.

    The Hirsch Effekt - Absenz

    Gut, ich gebe zu: Der Gesang von Nils Wittrock mag gewöhnungsbedürftig sein. Aber er bildet einen wunderbaren Kontrapunkt zur oberflächlichen Schunkelschule, die einen hinterrücks aus Kaufhauslautsprechern anfällt, wenn man sich nicht mit Kopfhörern gewappnet hat. Weil sich das deutsche Dammwild-Trio aus einer Vielzahl an Genre-Schubladen bedient, fällt eine zulässige Klassifizierung schwer. Artcore, Math-Rock, Indielektro, Post-Punk ... ich nenne es schicht "verspielt".

    Toundra - Marte

    Toundra etwa machen einem die Einordnung schon leichter. Auch in Spanien gibt es feinen Post-Rock. Ihre Alben haben die Herren aus Madrid schlicht Toundra I, Toundra II & Toundra III genannt. Der Inhalt dieser Platten ist da schon variantenreicher. So arbeiten die Musiker auf vielen unterschiedlichen Ebenen an ihren Werken und lassen wenig aus. Gitarrengewitter garantiert.

    The Twilight Sad - Sick

    Rrregen, Rrrastlosigkeit und akustische Verwandschaft mit den frühen Rrradiohead. Das schottische Ensemble debütierte vor etwa fünf Jahren und steht genauso lange im Ruf perrrenninierend unglücklich zu sein. Auf das Songwriting wirkt sich diese Gemütslage allerdings sehr positiv aus.

    Santigold - Disparate Youth

    Woran denken Sie bei diesen Tönen? An soziale Diskrepanzen? An fundamentale Probleme Jugendlicher aus weniger priviligerten Teilen dieser Welt? An Handywerbung?

    The Sado-Maso Guitar Club - Sympathy For The Devil (Cover)

    Zum Abschluss noch was Einheimisches, auch wenn ich da ein wenig schummeln muss. Die Grazer Sado-Masochisten haben dieses feine Stones-Cover nämlich schon im Dezember vergangenen Jahres aufgenommen. Angesichts dieser äußerst gelungenen Downtempo-Neuauflage werden Sie mir bestimmt verzeihen. Guten Rutsch ins neue Musik-Jahr!

    MATTHIAS REIF

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