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    Offenbar doch Zilk-Akte im Innenministerium aufgetaucht Häupl: "Habe meinen zweiten Vater verloren" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Helmut Zilk Nächster Artikel Offenbar doch Zilk-Akte im Innenministerium aufgetaucht Häupl: "Habe meinen zweiten Vater verloren"
    Zuletzt aktualisiert: 06.11.2008 um 21:15 UhrKommentare

    Berührende Szenen am Sarg von Helmut Zilk

    Helmut Zilk im Rathaus aufgebahrt. Wiener nehmen Abschied vom Altbürgermeister.

    Dagmar Koller verabschiedet sich von ihrem Helmut

    Foto © APDagmar Koller verabschiedet sich von ihrem Helmut

    Der am 24. Oktober im Alter von 81 Jahren verstorbene Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk ist seit gestern Vormittag in der Volkshalle des Wiener Rathauses aufgebahrt. Dort hat die Bevölkerung bis heute Abend Zeit, Abschied zu nehmen und sich in eines der beiden Kondolenzbücher einzutragen. Am Samstag wird der Tote in einem Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof bestattet.

    Von der Familie empfangen. Der Sarg mit dem Leichnam des prominenten Politikers traf am frühen Vormittag in einem Wagen der Wiener Bestattung im Rathaus ein. Witwe Dagmar Koller, weitere Familienmitglieder, darunter Zilks Sohn Thomas, und Bürgermeister Michael Häupl nahmen ihn in Empfang.

    Berührende Szenen. Die wohl berührendste Szene erlebten die ersten Trauergäste gleich zu Beginn mit: Dagmar Koller nahm unter Tränen Abschied von ihrem verstorbenen Ehepartner. Sie musste gestützt werden, als sie zu dem Sarg schritt. Vor diesem liegt ein Kranz aus roten Rosen, auf dessen Schleifen zu lesen ist: "Die Liebe hört niemals auf. Immer Deine Dagmar." Die Witwe küsste das vor dem Sarg aufgestellte Bild von Helmut Zilk und behängte es mit einem Rosenkranz.

    Für die Bevölkerung geöffnet. Gemeinsam mit Dagmar Koller nahm Sohn Thomas Abschied, danach kondolierte Michael Häupl, gefolgt von Stadtpolitikern und Magistratsmitarbeitern. Um 10.30 Uhr wurde die Volkshalle für die Bevölkerung geöffnet. "Er war ein Super-Mensch, ehrlich und sympathisch", erinnert sich eine ältere Frau, die Zilk persönlich gekannt hat. Die meisten Politiker heute seien weit entfernt von seiner Bürgernähe. "Sie können viel von ihm lernen."

    Kondolenzbuch. "Ich habe einmal kurz mit ihm geplaudert", erzählt ein Pensionist aus der Leopoldstadt. "Bei einem Fest." Der frühere Bürgermeister sei ein anständiger und korrekter Mensch gewesen. "Deshalb will ich ihm hier auch ein letztes Servus sagen." Verabschieden kann sich die Bevölkerung auch im Internet, auf der Website http://www.wien.gv.at/kondolenzbuch - was bis gestern Mittag auch bereits mehr als 2000 Menschen machten. Im Tonfall wechselten die letzten Grußworte zwischen dem vertrauten Du-Wort und einem respektvollen "Herr Doktor". Doch auch Zilk in der Rolle des Polterers bleibt offenbar unvergessen: "Wenn er einmal laut wurde, war ein Gehörschutz angebracht", so ein Wiener.


    Foto

    Foto © APA

    Michael Häupl tragt sich ins Kondolenzbuch einFoto © APA

    Online-Kondolenzbuch

    Mehr als 2.000 Menschen, haben bis Donnerstag-vormittag auf der Website www.wien.gv.at/kondolenzbuch kondoliert. Die Einträge reichen von Beileidsbekundungen für Zilks Witwe Dagmar Koller bis zu persönlichen Anekdoten.

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