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    Manning reichte Gnadengesuch bei Obama ein Diplomatisches Ringen um Assange geht weiter Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wikileaks Nächster Artikel Manning reichte Gnadengesuch bei Obama ein Diplomatisches Ringen um Assange geht weiter
    Zuletzt aktualisiert: 15.12.2011 um 20:35 UhrKommentare

    Bradley Manning ist für USA der Staatsfeind Nummer 1

    Anhänger feiern ihn als Helden - viele Amerikaner sehen ihn als Verräter: Ab Freitag steht Wikileaks-Informant und Soldat Bradley Manning vor einem Militärgericht. Manning soll geheime Unterlagen an Julian Assange weitergeleitet haben.

    Bradley Manning steht ab Freitag vor Gericht

    Foto © APBradley Manning steht ab Freitag vor Gericht

    Amerikas berühmtester politischer Gefangener wird vor ein Militärgericht gestellt: Der Soldat Bradley Manning, dem vorgeworfen wird, geheime Unterlagen aus einem für Militärs zugänglichen Computer an Wikileaks-Gründer Julian Assange weitergeleitet zu haben. Darunter sind Berichte von US-Botschaftern, aber auch ein Videoclip mit US-Soldaten, die im Irak vom Hubschrauber aus lachend Journalisten und Zivilisten erschießen. Der 23-Jährige hat heute seinen ersten Anhörungstermin in Fort Meade in Maryland.

    Seit über einem Jahr in Einzelhaft

    Manning sitzt seit 18 Monaten in Einzelhaft, er musste zeitweise nackt in seiner Zelle schlafen und soll in schlechtem Gesundheitszustand sein. Theoretisch könnte ihn die Todesstrafe erwarten, aber die Strafverfolger haben durchblicken lassen, dass sie auf lebenslänglich plädieren wollen. Während des Militärtribunals planen die Strafverfolger, ein Porträt von Nidal Hasan im Gerichtssaal aufzuhängen, ein US-Soldat muslimischen Glaubens, der in Fort Hood GIs tötete.

    Zwischen Held und Verräter

    Amnesty International kritisierte, wie der Gefangene behandelt wird und der UN-Folterbeauftragte Juan Mendez wollte mit Manning unter vier Augen sprechen, was ihm verwehrt wurde. Internationale Unterstützer haben 400.000 Dollar für seine Verteidigung gesammelt. Vereinzelt fanden am Donnerstag in den USA Demonstrationen für Manning statt. Viele Amerikaner sehen ihn jedoch als Verräter. Militärs glauben, die Veröffentlichungen gefährdeten das Leben von Kollaborateuren. Präsident Barack Obama hat die Haftbedingungen als "angemessen" bezeichnet.

    Manning war im Mai 2010 verhaftet worden. Er hatte mit dem Hacker Adrian Lamo gechattet und geklagt, dass er ein "superintelligenter Homosexueller" sei, der in Iraks Wüste festsitze, mit einem Haufen "hypermaskuliner, schießwütiger, ignoranter Landeier". Lamo war aber ein Spitzel der US-Regierung, wo die Informationen letztlich landeten. Womöglich hat die Wikileaks-Veröffentlichung dazu beigetragen, dass sich die USA aus dem Irak zurückziehen müssen. Die dort gezeigten Grausamkeiten hätten die irakische Regierung dazu bewogen, keinerlei Immunität für US-Soldaten zu gewähren.

    EVA SCHWEITZER, NEW YORK

    Fakten

    Bradley Manning war in der US-Army einfacher Obergefreiter, doch als Spezialist für nachrichtendienstliche Analyse hatte er Zugang zu Informationen. Im Verdacht steht er, die Quelle für die Geheimdokumente zu sein, mit denen die Internetplattform Wikileaks die US-Regierung bloßstellte.

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