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Ex-Hacker sagt gegen Manning aus Ein langer Kampf gegen die Auslieferung Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wikileaks Nächster Artikel Ex-Hacker sagt gegen Manning aus Ein langer Kampf gegen die Auslieferung
Zuletzt aktualisiert: 03.03.2011 um 10:38 UhrKommentare

22 neue Anklagepunkte gegen Wikileaks-Informanten

Schweres Geschütz gegen den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning: Der 23-jährige Gefreite wurde nach US-Medienberichten in 22 weiteren Punkten angeklagt.

Foto © APA

Am schwersten davon wiege der Vorwurf der "Kollaboration mit dem Feind", berichtete der US-Fernsehsender NBC am Mittwoch unter Berufung auf Militärquellen. Im Falle einer Verurteilung droht dem Gefreiten nun die Todesstrafe.

Die Militärstaatsanwaltschaft habe aber bereits klar gemacht, dass sie die Höchststrafe nicht fordern wolle. Der 23-Jährige sitzt im Militärgefängnis in Quantico (US-Staat Virginia) und wartet dort auf seinen Prozess.

Das US-Verteidigungsministerium hält Manning für einen Verräter. Der Geheimdienst-Analyst hatte während seiner Dienstzeit im Irak Zugang zu Hunderttausenden vertraulichen Dokumenten.

Offiziell erhoben die Militärs bisher Anklage wegen eines Videos, mit dem Wikileaks weltweit Aufsehen erregt hatte, weil es einen brutalen, tödlichen Hubschrauberangriff auf Zivilisten im Irak zeigte. Zudem wird Manning den Angaben zufolge angelastet, sich 150.000 geheime Depeschen des US-Außenministeriums beschafft zu haben. Viele davon wurden mittlerweile auch veröffentlicht.

Die am Mittwoch erhobenen neuen Anklagepunkte listen unter anderem 16 Fälle auf, in denen Manning sich rechtswidrig geheime Dokumente mit dem Ziel beschafft habe, sie im Internet zu veröffentlichen - im Wissen, dass die Informationen auch vom Feind eingesehen werden können. In anderen Vorwürfen geht es um die illegale Weitergabe von militärischen Informationen und Betrug.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks wies die Anschuldigungen zurück. Der Vorwurf der "Kollaboration mit dem Feind" sei eine "rachsüchtige Attacke auf Manning, weil er sein Recht ausübt zu schweigen", hieß es auf der Twitter-Seite der Plattform. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte der US-Regierung Anfang des Jahres "unmenschliche Behandlung" Mannings vorgeworfen.


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