USA drängte laut Wikileaks Staaten zu Boeing-Deals

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Die US-Diplomatie hat laut Wikileaks-Enthüllungen mehrfach versucht, ausländische Regierungen zum Kauf von Boeing-Flugzeugen zum Nachteil des europäischen Konkurrenten Airbus zu drängen. Die "New York Times" berichtete am Sonntag über entsprechende Depeschen. Zwischen den USA und Europa gibt es eine Vereinbarung, bei Abkommen in der Flugzeugbranche die Politik aus dem Spiel zu lassen.
In einer der Depeschen heißt es demnach, König Abdullah von Saudi-Arabien habe 2006 auf die persönliche Bitte des damaligen US-Präsidenten George W. Bush positiv reagiert, 43 Boeing-Jets für Saudi Arabian Airlines und weitere 13 für die königliche Luftflotte anzuschaffen. Der König habe allerdings verlangt, sein persönliches Flugzeug mit der modernsten Technologie auszustatten wie sie auch Bushs Air Force One aufweise. Anschließend werde er eine "sehr zufriedenstellende" Entscheidung treffen, hieß es in der Depesche. Das US-Außenministerium bestätigte der "New York Times", es habe der "Verbesserung" des königlichen Flugzeugs zugestimmt, wollte aber aus Sicherheitsgründen keine Einzelheiten nennen.
In einem anderen Fall forderte die Regierungschefin von Bangladesch, Hasina Wajed, laut einer Depesche aus dem Jahr 2009 Landerechte für ihre nationale Fluggesellschaft auf New Yorks John F. Kennedy International Airport als Bedingung für einen Deal mit Boeing. Dieser kam zustande, aber die Fluggesellschaft erhielt bisher dennoch keine Landerechte, wie die Zeitung weiter berichtete. Laut "New York Times" gab es wiederholt Fälle solcher Praktiken.












