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    Zuletzt aktualisiert: 13.12.2010 um 12:27 UhrKommentare

    Ex-Wikileaks-Mitarbeiter starten eigene Plattform

    Mehrere ehemalige Wikileaks-Mitarbeiter bringen in dieser Woche laut Medienberichten eine eigene Enthüllungs-Plattform an den Start. Openleaks unterscheidet sich allerdings konzeptionell deutlich vom Vorbild.

    Das Logo von Openleaks

    Foto © www.openleaks.orgDas Logo von Openleaks

    Wikileaks bekommt einen möglichen Nachfolger. Ehemalige Mitarbeiter der Plattform starten ihr eigenes Projekt unter dem Titel Openleaks. Die Macher wollen die Dokumente nicht selber veröffentlichen, sondern einen toten Briefkasten einrichten. Andere Medien und Organisationen sollen ihn nutzen können, um anonyme Hinweise auf Missstände entgegenzunehmen, sagte Sprecher Herberg Snorrason der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

    Als mögliche Kooperationspartner nannte er neben Zeitungen auch Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften oder Regierungen. Sie sollen monatlich zwischen 200 und 500 Euro zahlen - je nach Größe und Finanzkraft. Darüber hinaus setzt Openleaks auf Spenden. Den Finanzbedarf bezifferte Snorrason auf "mehr als 100 000 Euro im ersten Jahr".

    Keine Konkurrenz

    Die Köpfe von Openleaks haben bereits Erfahrungen mit dem Betrieb einer Whistleblowing-Plattform gesammelt: Daniel Domscheit-Berg und Herbert Snorrason arbeiteten für Wikileaks, stiegen aber nach Streitigkeiten mit dessen Gründer Julian Assange aus. Sie sehen sich aber nicht in Konkurrenz zu dem Australier: "Worauf wir abzielen, ist so fundamental anders, dass wir uns nicht als Wettbewerber sehen", sagte er dem US-Magazin "Forbes". Assange selbst bezeichnete es als hilfreich, dass mehr Leute in diesem "Geschäft" tätig seien.


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