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Anonymous und WikiLeaks gehen getrennte Wege Assange darf ausgeliefert werden Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wikileaks Nächster Artikel Anonymous und WikiLeaks gehen getrennte Wege Assange darf ausgeliefert werden
Zuletzt aktualisiert: 02.12.2010 um 07:50 UhrKommentare

Der Druck auf Wikileaks wächst

Die Enthüllungsplattform Wikileaks gerät in den USA immer stärker unter Beschuss. Nun wurde ihr Server gesperrt. Der gesuchte Wikileaks-Gründer Assange entging in England knapp der Verhaftung.

Foto © APA

"Wikileaks von Amazon-Server verdrängt. Freie Rede im Land der Freien", teilten die Enthüllungs-Aktivisten per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Kurz zuvor hatte das US-Internet-Unternehmen Amazon die Wikileaks-Dokumente von seinen Servern verbannt.

Amazon habe die Nutzung seiner Server durch Wikileaks gestoppt, nachdem Mitarbeiter von US-Senator Joe Lieberman Nachforschungen angestellt hätten, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz hatte Amazon mit einem Boykott gedroht, berichtete der britische "Guardian". "Ich hätte mir gewünscht, dass Amazon diese Maßnahme früher ergreift angesichts der vorherigen Veröffentlichungen klassifizierter Informationen durch Wikileaks", sagte Lieberman. Er rief dazu auf, der Plattform auch in anderen Länder die Nutzung zu Servern zu verwehren.

Wikileaks-Gründer Assange, der wegen Vergewaltigungsverdachts von den Behörden in Schweden gesucht wird, steht auf der Fahndungsliste von Interpol. Laut der Londoner Zeitung "The Independent" hält sich der 39-jährige Australier in Großbritannien auf, der genaue Ort sei Scotland Yard bekannt. Einer Festnahme entging er bisher wegen eines inkorrekten Haftbefehls. Eine Sprecherin erklärte, Assange müsse um sein Leben fürchten. Es habe Drohungen von Regierungen und Kommentatoren gegeben.

Die US-Regierung kündigte unterdessen an, für die Sicherheit von Informanten und Aktivsten sorgen zu wollen, sollten sie durch die Wikileaks-Veröffentlichung in Gefahr geraten. "Wir haben alles unternommen, mit ihnen in Kontakt zu treten", sagte US-Außenamtssprecher Philip Crowley. "Wir stehen bereit, sie zu beschützen, wenn das notwendig werden sollte."


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