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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2010 um 21:07 UhrKommentare

USA befürchten diplomatische Krise durch neue Enthüllungen

Nachdem die Enthüllungs-Plattform WikiLeaks angekündigt hatte, neue Dokumente über die USA ins Internet zu stellen, bereiten sich die USA bereits auf mögliche Spannungen mit anderen Regierungen vor.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange

Foto © ReutersWikiLeaks-Gründer Julian Assange

Die USA erwarten in Kürze neue schädliche Enthüllungen auf der Internet-Plattform WikiLeaks. Das geht aus einer Warnung des Außenministeriums an den Kongress hervor. Es soll sich um sensible diplomatische Dokumente handeln. Die Veröffentlichung werde wahrscheinlich zu Spannungen "zwischen unseren Diplomaten und unseren Freunden in der ganzen Welt führen", sagte Außenamtssprecher P.J. Cowley am Mittwoch. "Diese Enthüllungen schaden den Vereinigten Staaten und unseren Interessen."

Diplomatische Vertretungen der USA in aller Welt hätten schon damit begonnen, andere Regierungen auf die mögliche Veröffentlichung vorzubereiten, sagte Cowley weiter. "Wir wünschen, es würde nicht passieren, wir sind aber auf die Möglichkeit vorbereitet, dass es passiert", fügte er hinzu. Aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, es handle sich vermutlich um Dokumente des State Departments, es könnten aber auch Informationen über militärische Taktik oder die Identität von Informanten enthalten sein.

Großes Aufsehen

WikiLeaks hat in der Vergangenheit über eine halbe Million geheimer Dokumente über die Kriege in Afghanistan und dem Irak im Internet veröffentlicht und damit für großes Aufsehen gesorgt. Am Montag hatte WikiLeaks die nächste Veröffentlichung von Geheimakten angekündigt, die zudem noch deutlich umfangreicher werden soll als alle bisherigen. In den kommenden Monaten werde noch einmal die siebenfache Menge an Dokumenten preisgegeben wie bei der vergangenen Enthüllungsaktion im Oktober, teilte die Organisation auf ihrer Website mit.

Ein schwedisches Berufungsgericht bestätigte unterdessen einen Haftbefehl gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange und wies damit einen Antrag von dessen Anwalt zurück. Assange werden Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Nötigung zweier Frauen zur Last gelegt. Der 39-jährige Australier hat die Vorwürfe zurückgewiesen.


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