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    Zuletzt aktualisiert: 29.11.2010 um 22:51 UhrKommentare

    Dicke Luft im Klub der Grünen

    Früher war er für alle "der Sascha". Davon ist unter Spitzengrünen keine Rede mehr, wenn die Sprache auf Alexander Van der Bellen kommt. Doch mittlerweile herrscht Eiszeit im Club der Grünen.

    Foto © APA

    Sie sind stinksauer auf den "Vorzugsstimmenkaiser" bei den Wiener Wahlen, der 11.952 Unterstützer gefunden hat, damit vom unwählbaren 29. Platz an die Spitze katapultiert wurde - und dann klassische Wählertäuschung begangen hat: Obwohl er vor der Wahl versprach, im Fall von (inzwischen regierendem) Rot-Grün vom Parlament in die Wiener Stadtregierung zu wechseln, hat der 66-Jährige sein Wort gebrochen. Er bleibt im Parlament außenpolitischer Sprecher und hat sich als "Sonderbeauftragter" Wiens für Uni- und Wissenschaft im Rathaus nur ein Feigenblatt für seinen Wortbruch umgehängt.

    Offiziell dringt freilich kein Wort über die Eiszeit zwischen Van der Bellen und dem grünen Parlamentsklub nach außen. Bundessprecherin Eva Glawischnig eiert, darauf angesprochen, wie andere mit ziemlich hilflosem Gesichtsausdruck nur herum. Selbst Peter Pilz, der einst Van der Bellen rekrutiert hat, hüllt sich in Schweigen. Intern ballen sie aber die Fäuste. Manche würden Van der Bellen am liebsten absetzen, "aber das geht nicht, weil er ein freies Mandat hat", sagt einer. Viel dürfe sich der früher als beispielhaft glaubwürdig geltende Van der Bellen, der sich schwer beschädigt habe, jedoch nicht mehr erlauben, heißt es. Sonst könnte er glatt aus der Partei geworfen werden. Und dass der Sesselkleber noch einmal bei Bundeswahlen für Grün antreten könne, sei ausgeschlossen, sagt einer, der ein Wörtchen mitzureden hat. Inzwischen "soll Van der Bellen halt als außenpolitischer Sprecher mit Bundespräsident Heinz Fischer auf Gesellschaftsreisen die Wiener Technologie anpreisen", heißt ein bitterböser Kommentar.

    Die frühere steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic hat ein weiteres Betätigungsfeld gefunden. Als Präsidentin der Hospizbewegung macht sie auf die Möglichkeit der "Patientenverfügung" aufmerksam. Damit können gesunde Menschen nach ärztlicher Beratung für den Fall von Demenz oder Koma vorsorgen - um zu verhindern, dass Ärzte später gegen ihren Willen lebensverlängernde Maßnahmen setzen.

    W. SIMONITSCH, W. RÖSSLER

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