Vassilakou träumt weiter von Rot-Grün
Renitente Bezirksgrüne sollen gezügelt werden.

Foto © APA
WIEN. Die Wiener Stadtgrünen kratzen sich wieder einmal hinter den Ohren: Sie haben vier Mandate verloren und halten bei zehn Sitzen im Stadtparlament. Vereinzelt werden kritische Stimmen laut: "Es muss sich was ändern bei den Grünen", meinte Christoph Chorherr, der Vorgänger der Grünen Stadtchefin Maria Vassilakou.
Seine Nachfolgerin meine er damit aber nicht, Vassilakou habe "einen super Wahlkampf geführt", jede Führungsdebatte sei überflüssig. Chorherr spielte damit auf renitente Grün-Gruppen in Wien an, die sich nach Streitereien in zwei Bezirken vor der Wahl gespalten und damit für kräftige Dämpfer in der Wählergunst gesorgt haben dürften. Trotz Wahlniederlage macht sich Vassilakou - vermutlich aussichtslos - noch immer Hoffnungen auf eine Koalition mit der SPÖ. Auch die Grüne Bundesobfrau Eva Glawischnig, die ihre Enttäuschung über das Wahlresultat zu erkennen gab, macht sich dafür stark.
Die SPÖ sei gut beraten, Rot-Grün anzudenken. Wegen der grünen Streitereien im Vorwahlkampf spricht sich auch Glawischnig für "strukturelle Änderungen" bei den Grünen aus, ohne Genaueres zu sagen. Auch Vassilakou hat schon vor Wochen angedeutet, nach der Wahl die Bezirksgruppen enger an die Leine nehmen zu wollen.














