Wie lange bleibt Häupl noch?
Jetzt wird eifrig über seinen Abgang spekuliert.

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Obwohl er selten zufrieden dreinschaut. Michael Häupl hat schon zufriedener und runder gewirkt als am Sonntag. Dem Wiener SPÖ-Chef und Bürgermeister hingen die Mundwinkel tief herunter, als er nach den ersten Hochrechnungen einsehen musste, dass er die absolute Mandatsmehrheit eingebüßt hat. Damit ist ihm der erträumt starke Abgang, bei seinem letzten Wahlantritt klare politische Verhältnisse in der Stadt zu schaffen, verwehrt geblieben. Jetzt rätseln Beobachter, welche Konsequenzen Häupl aus der Niederlage ziehen wird.
Dass er zunächst ankündigte, Bürgermeister und Landesparteichef bleiben zu wollen, überrascht nicht. Dass er auch keinen Anlass für einen Rücktritt sähe, gehört ebenso zum politischen Ritual. Deshalb wird jetzt spekuliert, wann Häupl das Handtuch werfen wird. Dass er, wie er jüngst launig verkündete, "auch noch mit 90 Jahren Wiener Bürgermeister" sein wolle, falls ihn die Wähler wollten, hat ihm ohnehin keiner geglaubt.
Jetzt machen zwei Szenarien die Runde: Der 61-jährige Häupl werde noch eine Koalition aushandeln und spätestens zur Halbzeit der fünfjährigen Periode zurück treten, Nachfolger (Vizebürgermeisterin Renate Brauner?) präsentieren, glauben manche. Andere wären nicht überrascht, falls Häupl aus der gestrigen Niederlage aber ganz die Konsequenz zieht und rasch enttäuscht abgeht.














