Häupl: "Morgen beginnt Rückeroberung der Absoluten"
SPÖ-Spitzenkandidat Michael Häupl hat am Sonntag im Festzelt seiner Partei beim Burgtheater seine Niederlage eingestanden, sich gleichzeitig aber kampfeslustig gezeigt.

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"Morgen beginnt das Projekt der Rückeroberung der absoluten Mehrheit der SPÖ", sagte er vor mehreren Hundert Parteifreunden. Anwesend waren auch zahlreiche SP-Regierungsmitglieder, darunter Bundeskanzler Werner Faymann. Das Wort ergriff keiner von ihnen.
"Wir haben schon fröhlichere und lustigere Tage als heute gehabt", sagte er. "Glaubt mir, auch mir ist es schon bessergegangen." Der Grund: "Ich habe Siege so gerne, ich hasse Niederlagen." Der Wähler habe anders entschieden, so Häupl. Der Fehler war aus seiner Sicht, nur die Köpfe der Menschen erreicht zu haben. "In Zukunft zielen wir mit unseren Argumenten ein bisschen tiefer, nämlich aufs Herz, und nicht auf den Kopf."
Der Bürgermeister versuchte, dem Wahlergebnis auch positives abzugewinnen. Bei Frauen sei man besonders erfolgreich gewesen, und bei Jungwählern habe man mit 50 Prozent ein sensationelles Ergebnis erreicht. "Die Jungen in Wien sind aufseiten des Fortschritts, der Zukunft und der SPÖ." Seine Partei stehe auch für den Einsatz für die sozial Schwachen, die Pensionisten und die Armen. "Der Herr Strache hat gar nichts getan in diese Richtung", meinte Häupl.
Ob ÖVP oder Grüne der künftige Koalitionspartner sein werde, ließ er weiter offen. Man werde jene Partei auswählen, mit der man besser zusammenarbeite und mit der sich die politischen Ziele der SPÖ besser verwirklichen ließen. Die Basis dürfte eine klare Präferenz haben. Als in der TV-Übertragung vor Häupls Auftritt von einer rot-grünen Koalition die Rede war, brandete im Zelt langanhaltender Applaus auf.














