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Zuletzt aktualisiert: 10.10.2010 um 08:11 UhrKommentare

1,14 Millionen Wiener wählen heute

Die Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl hat begonnen. Erste Ergebnisse und Hochrechnungen werden gegen 18.00 Uhr vorliegen. Ob die SPÖ ihre absolute Mandatsmehrheit verteidigen kann, ist ungewiss.

Foto © AP

Sämtliche rund 1.800 Wahllokale haben seit 7.00 Uhr geöffnet. Ihr Kreuzchen können die etwa 1,14 Mio. Wahlberechtigten bis 17.00 Uhr machen. Entschieden wird über die künftige Mandatsverteilung im 100 Sitze fassenden Stadtparlament. Erstmals ist es in der Bundeshauptstadt auch möglich, per Brief zu wählen - womit der Wahlausgang am Abend möglicherweise noch nicht feststeht.

Da alle Wahllokale gleichzeitig schließen, gibt es um 17.00 Uhr noch keine Hochrechnung. Erste Resultate und Hochrechnungen werden erst gegen 18.00 Uhr vorliegen. Mit dem vorläufigen Endergebnis ist frühestens ab 19.30 Uhr zu rechnen. Ob zu diesem Zeitpunkt schon alle wichtigen Fragen geklärt sind - etwa ob die SPÖ ihre absolute Mandatsmehrheit verteidigen kann -, ist ungewiss. Denn auch Briefwähler müssen zwar die zugesandten Stimmzettel bis spätestens 17.00 Uhr ausfüllen, aber erst bis 18. Oktober der Wahlbehörde übermitteln. Und die erste Tranche der Briefwahlstimmen wird erst am Dienstag ausgezählt. Das endgültige Ergebnis soll dann am 18. Oktober vorliegen.

Der Wahlausgang interessiert nicht nur die Wiener: Die SPÖ-Bundesspitze hofft - zwei Wochen nach der Verteidigung des ersten Platzes in der Steiermark - auf einen weiteren Erfolg nach einer langen Serie von Misserfolgen. Über die Landesgrenzen hinaus mit Interesse verfolgt wird weiters, wie sich die FPÖ mit Bundesparteichef Heinz-Christian Strache als Spitzenkandidaten in Wien schlägt. Nach der Wien-Wahl wird die Bundesregierung die Budgetverhandlungen für 2011 aufnehmen - und das Schweigen der Bundesregierung über ihre Sparpläne ein Ende finden.

Ergebnisse 2005

Bei der Wien-Wahl im Jahr 2005 erreichte die SPÖ 49,09 Prozent der Stimmen, was 55 von 100 Mandaten bedeutete. Die ÖVP kam auf 18,77 Prozent oder 18 Mandate. Die Grünen schafften mit 14,63 Prozent 14 Mandate. Die FPÖ konnte 14,83 Prozent der Wählerschaft auf sich vereinigen und damit 13 Mandate - aus wahlarithmetischen Gründen weniger als die Grünen - erreichen.

Gleichzeitig mit der Gemeinderats- und Landtagswahl finden heute auch Bezirksvertretungswahlen statt. Hier liegt die Zahl der Wahlberechtigten höher, nämlich bei rund 1,25 Mio. Darin sind auch etwa 108.000 nichtösterreichische EU-Bürger enthalten, die nur auf Bezirksebene ihre Stimme abgeben dürfen. Derzeit stellt die SPÖ 16 Bezirksvorsteher, die ÖVP fünf und die Grünen zwei - wobei es vor allem spannend wird, ob die im Bezirk zerstrittenen Grünen die Mehrheit in der Josefstadt halten können.


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