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Zuletzt aktualisiert: 09.06.2009 um 18:30 UhrKommentare

Polen würdigt Johannes Paul II. als Initiator der Wende 1989

Papst Johannes Paul II rief bei seinem ersten Besuch in Polen zu Erneuerung des Landes auf. Mehrheit der Polen sieht ihn heute als Wegbereiter der Freiheitsbewegung.

Foto © Reuters

Polnische Politiker und Bischöfe haben Papst Johannes Paul II. als Wegbereiter der friedlichen Revolution von 1989 in Osteuropa gewürdigt. Staatspräsident Lech Kaczynski und Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski bescheinigten dem Papst aus Polen herausragende Verdienste um die politische "Wende" von 1989, wie Kathpress kürzlich berichtete. 78 Prozent der Polen betonten demnach in einer Umfrage des Instituts CBOS ihre Überzeugung, dass der erste Polen-Besuch des Papstes zur Entstehung der Freiheitsbewegung und Gewerkschaft "Solidarnosc" geführt habe. Am Dienstag vor 30 Jahren reiste der damalige Papst erstmals nach Polen.

Initiator. Der Papst sei der "Initiator der demokratischen Veränderungen Europas" gewesen, sagte der Warschauer Erzbischof Kazimierz Nycz am Dienstag bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Parlament und Kirche. Der Papst habe so zum Fall des Eisernen Vorhangs beigetragen, meinte er laut "Kathpress" weiter.

Botschaft. Der Krakauer Erzbischof und langjährige Papstsekretär Kardinal Stanislaw Dziwisz sagte in einem Interview, Johannes Paul II. habe bei seiner Reise 1979 den Prozess angestoßen, der zum Fall des Eisernen Vorhangs führte. Die Botschaft des Papstes vom 3. Juni 1979 in Gniezno (Gnesen) habe diese Entwicklung in Gang gesetzt. Der Papst habe am damaligen Pfingstsonntag die spirituelle Einheit des östlichen und westlichen Europa beschworen.

Predigt. Die Reise von Johannes Paul II. vom 2. bis 10. Juni 1979 nach Polen - gut ein halbes Jahr nach seiner Wahl zum Papst - gilt als Meilenstein im Niedergang des kommunistischen Regimes. Berühmt wurde seine Predigt am ersten Tag seines Besuchs vor Hunderttausenden Menschen auf dem damaligen Siegesplatz in Warschau, bei der er zur Erneuerung Polens aufrief. Dies wurde als Anstoß zum politischen Umbruch verstanden und stärkte die demokratische Opposition gegen die kommunistischen Machthaber.


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