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    Zuletzt aktualisiert: 05.09.2012 um 10:18 UhrKommentare

    "Müssen arbeiten wie nie zuvor"

    In einer überaus kämpferischen und emotionalen Rede hat die First Lady der USA, Michelle Obama, die Amerikaner zur Wiederwahl ihres Mannes Barack Obama aufgerufen. Ihr Mann verdiene eine zweite Amtszeit. Von Damir Fras.

    Michelle Obama

    Foto © APAMichelle Obama

    "Wir müssen arbeiten wie nie zuvor. Wir müssen hinter diesem Mann, dem wir vertrauen, zusammenstehen, damit er dieses großartige Land nach vorne bringen kann", sagte die Präsidentengattin am späten Dienstagabend vor etwa 20 000 Delegierten und Besuchern des Parteitags der US-Demokraten in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina.

    Ihr Mann verdiene eine zweite Amtszeit, sagte die 48 Jahre alte Ehefrau des amtierenden Präsidenten, der sich nach Umfragen in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney befindet. Ohne diesen auch nur einmal beim Namen zu nennen, machte Michelle Obama dennoch die Unterschiede zwischen ihrem Mann und dem Ex-Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts deutlich. Romney stammt aus einer begüterten Familie und hat es durch Finanzgeschäfte zu einem Millionenvermögen gebracht.

    Obama und sie selbst, sagte die First Lady, stammten aus einfachen Verhältnissen und könnten deswegen nachfühlen, was viele Amerikaner in diesen Zeiten der wirtschaftlichen Krise durchmachten. Ihr Mann wisse, "was es heißt, wenn eine Familie kämpfen muss", sagte Michelle Obama. Ohne finanzielle Hilfe von außen hätte Obama niemals die Universität besuchen können.

    "Barack kennt den amerikanischen Traum"

    Für ihren Mann seien deshalb Themen wie Bildungsgerechtigkeit und bezahlbare Gesundheitsfürsorge nicht politisch, sondern eine persönliche Angelegenheit. "Barack kennt den amerikanischen Traum, weil er ihn gelebt hat. Er will, dass alle in diesem Land die gleichen Chancen haben", sagte Michelle Obama.

    In seinen ersten vier Jahren im Weißen Haus in Washington habe sich ihr Mann nicht verändert. Noch immer erfülle er seine Aufgaben mit "Geduld, Weisheit, Mut und Würde", sagte Michelle Obama: "Das Präsidentenamt verändert einen Menschen nicht. Es offenbart, welches Potenzial in dem Menschen steckt."

    Die Rede der First Lady zu Beginn des Nominierungsparteitags der Demokraten sollte dem Wahlkampf von Präsident Obama einen Schub bringen. Viele Amerikaner sind enttäuscht, weil die Zahl der Arbeitslosen fast vier Jahre nach Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise immer noch bei rund 23 Millionen liegt. Die Republikaner halten dem Amtsinhaber vor, er habe es nicht geschafft, die Arbeitslosenquote unter acht Prozent zu drücken.

    Dagegen argumentieren die Demokraten, dass in Obamas Amtszeit insgesamt 4,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstanden seien. Das sei eine große Leistung, nachdem die US-Wirtschaft nach dem Ende der Präsidentschaft von George W. Bush am Rande einer Depression gestanden habe. Außerdem habe Obama durch ein staatliches Hilfsprogramm die US-Autoindustrie wiederbelebt. Dieser sogenannte Stimulus wird von den Republikanern auch heute noch abgelehnt, obwohl die Autohersteller inzwischen wieder Rekordgewinne einfahren. Ähnliches gilt für die allgemeine Gesundheitsreform mit dem Namen Obamacare, die die Republikaner im Falle eines Wahlsiegs wieder rückgängig machen wollen.

    Schlagwort "Wandel"

    Michelle Obama erinnerte in ihrer Rede, die immer wieder von Jubel und Applaus unterbrochen wurde, auch an das Schlagwort vom Wandel, das im Wahlkampf des Jahres 2008 in den USA legendär wurde. Sie sagte: "Wandel ist schwer und Wandel ist langsam. Doch irgendwann kommen wir schon dahin. Das tun wir immer."

    Der um seine Wiederwahl kämpfende Präsident wird am Donnerstagabend in Charlotte auftreten. Dabei will er, wie er schon vorab verriet, den Wählerinnen und Wählern einen Weg aufzeigen, der die USA in eine bessere Zukunft führen soll. Sein Konkurrent Romney hatte in der vergangenen Woche auf dem Parteitag der Republikaner ein ähnliches Versprechen abgegeben. Details dazu, wie er dass erreichen will, hatte der republikanische Kandidat allerdings nicht genannt.

    DAMIR FRAS

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