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Zuletzt aktualisiert: 29.05.2012 um 08:32 UhrKommentare

Nur noch "absolut notwendige" Kriege

Bei einer Rede zum Veteranengedenktag erklärte US-Präsident Obama US-Truppen nur noch in "absolut notwendige" Kriege schicken. Sein Konkurrent Romney bekräftigt indes, die USA müsse die stärkste Militärmacht bleiben.

Obama will keine "unnötigen" Kriege

Foto © APAObama will keine "unnötigen" Kriege

US-Präsident Barack Obama will die US-Truppen nur noch in "absolut notwendige" Kriege schicken. Die Truppen in den Kampf zu senden, sei die schwerste Entscheidung, die er als Oberbefehlshaber zu fällen habe, sagte Obama in seiner Rede zum Veteranengedenktag (Memorial Day) am Montag auf dem Soldatenfriedhof in Arlington. Sein wahrscheinlicher republikanischer Gegner bei der Präsidentschaftswahl am 6. November, Mitt Romney, erklärte unterdessen, die USA müssten die stärkste Militärmacht auf dem Planeten bleiben.

Obama versicherte dem Publikum bei seiner Rede: "Ich kann euch versprechen, dass ich das niemals tun werde, wenn es nicht absolut notwendig ist. Und wenn wir es machen, müssen unsere Truppen eine klare Mission und die volle Unterstützung einer dankbaren Nation haben." Er ging nicht auf mögliche Konflikte in Syrien und dem Iran ein, sondern sprach vor allem über die von seinem Vorgänger, George W. Bush, begonnen Kriege, um deren Beendigung er sich in seiner Präsidentschaft bemüht hatte.

"Licht am Horizont"

"Nach einem Jahrzehnt unter der dunklen Wolke des Krieges sehen wir das Licht eines neuen Tages am Horizont", so Obama mit Blick auf den bereits abgeschlossenen Truppenabzug aus dem Irak und dem nahenden Ende des Afghanistan-Einsatzes. Zuletzt war auch in den USA die Unterstützung für die verlustreichen und kostspieligen Einsätze zurückgegangen.

Konkurrent Romney sagte indes: "Ich wünschte, ich könnte ihnen sagen, dass die Welt ein sicherer Ort ist. Das ist sie aber nicht." Die USA stünden vor einer Entscheidung: Sie könnten entweder den "europäischen Weg" wählen und ihr Militär immer weiter verkleinern, um das Geld für soziale Belange auszugeben. Romney warf den Europäern dabei vor, sich mit den geopolitischen Bedrohungen abgefunden zu haben. Oder man könne sich zu Amerika als der unangefochten stärksten Militärmacht bekennen, "ohne eine vergleichbare Macht irgendwo auf der Welt".

Romney hat sich in den vergangenen Monaten bei den Vorwahlen der Republikaner durchgesetzt und gilt als sicherer Gegner des demokratischen Amtsinhabers Obama bei der Präsidentenwahl im November.


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