Taliban übernehmen Verantwortung für Bombenanschlag
Der Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon, der Anschlag habe sich vor einer Militärbasis ereignet. Ein Gotteskrieger habe sein Fahrzeug dort zur Explosion gebracht, ein weiterer sei in den Stützpunkt eingedrungen. Dem "Feind" seien "schwere Verluste zugefügt worden".
Der Polizeichef von Kabul teilte mit, der Selbstmordattentäter habe mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Dabei habe es sich um einen Wachmann und fünf Zivilisten gehandelt. Zudem seien eine Reihe von Menschen verletzt worden. Laut Augenzeugen ereignete sich kurze Zeit später eine weitere starke Explosion in der Nähe des Anschlags.
Gemeinsam mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai hatte Obama kurz vor dem Anschlag ein Abkommen über die strategische Partnerschaft der Länder nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen 2014 unterzeichnet.
Obama bekräftige die NATO-Pläne, den Kampfeinsatz in den kommenden zweieinhalb Jahren zu beenden. Die Visite, die bis zuletzt streng geheim war, erfolgte exakt ein Jahr nach der Tötung des Terrorchefs Osama bin Laden.
Allerdings machte Obama erneut klar, auch nach 2014 amerikanische Soldaten am Hindukusch zu belassen. Das zunächst zehn Jahre laufende Abkommen zwischen beiden Staaten sieht vor, dass die Amerikaner afghanische Sicherheitskräften ausbilden. Aber auch Kampfeinsätze gegen Terroristen sind laut US-Regierungsvertretern weiter denkbar. Konkrete Truppenstärken nennt der Vertrag jedoch nicht.














