Obama steigt Anfang Mai offiziell in den Ring
Einen Tag nachdem Obamas Widersacher Mitt Romney die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner für sich beansprucht hatte, geht das Team Obama in die Offensive. Der amtierende US-Präsident startet mit zwei Kundgebungen in den Swing States Ohio und Virginia.

Foto © APBarack Obama will im November neuerlich gewählt werden
US-Präsident Barack Obama startet Anfang Mai offiziell in den Wahlkampf mit Kundgebungen in den Bundesstaaten Ohio und Virginia. Das kündigte sein Kampagnenmanager Jim Messina am Mittwochabend (Ortszeit) an, einen Tag nachdem Obamas Widersacher Mitt Romney die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner für sich beansprucht hatte. Die sogenannten Swing States Ohio und Virginia sind besonders umkämpft. Die Kundgebungen in Columbus und Richmond sollen am 5. Mai stattfinden.
Romneys "Monolog" ist vorbei
Mit Romneys "Monolog" sei es nun vorbei, sagte Messina in Anspielung auf den Vorwahlkampf des Republikaners. Ab sofort werde der frühere Gouverneur von Massachusetts im direkten Vergleich an Obamas politischer Agenda gemessen. Der Millionärssohn, der sein Vermögen mit einer Investmentfirma machte, die unter anderem angeschlagene Unternehmen aufkaufte, will mit Wirtschaftskompetenz gegen Obama punkten. Dagegen setzen Obamas Strategen darauf, den Präsidenten als Kämpfer für die Mittelschicht und Wohlstand für alle darzustellen.
Romney habe als Unternehmer keine Arbeitsplätze geschaffen, sondern "Wohlstand für sich und seine Geschäftspartner", indem er Unternehmen zerschlagen habe, sagte Obamas Chefstratege David Axelrod. Romneys Bilanz gebe keinen Anlass zu der Vermutung, dass er sich für die Mittelschicht stark mache. Romney hatte am Dienstag nach fünf weiteren Vorwahl-Siegen die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei für sich beansprucht und den Wahlkampf gegen Obama eröffnet. Um auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner offiziell zu dessen Herausforderer gekürt zu werden, muss er mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen.
Nach den jüngsten Siegen verfügt Romney laut der Webseite realclearpolitics.com über 838 Wahlmännerstimmen. Die noch ausstehenden Vorwahlen im Mai und Juni gelten als Formsache. Der neue US-Präsident wird am 6. November gewählt.
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Knappes Rennen
Die US-Präsidentenwahlen könnten nach einer neusten Umfrage äußerst knapp werden. Nach einer Befragung der "New York Times" und des TV-Senders CBS kommt Amtsinhaber Barack Obama nur mehr auf 47 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Mitt Romney würde 44 Prozent erhalten, berichtete die Zeitung am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe. Noch vor einer Woche hatte eine Erhebung der "Washington Post" und des TV-Senders ABC 51 Prozent für Obama vorausgesagt. Romney läge demnach deutlich abgeschlagen bei 44 Prozent. Die Wahlen sind am 6. November.











