Hohe Ölpreise: Obama warnt Spekulanten
Unter dem Druck hoher Benzinpreise hat US-Präsident Barack Obama ein härteres Vorgehen gegen Unregelmäßigkeiten beim Ölhandel angekündigt. Die oppositionellen Republikaner machen ihn für die hohen Benzinpreise verantwortlich.

Foto © APObama tritt im Kampf um den Treibstoff für die Familien ein
Obama erklärte am Dienstag in Washington, er werde den Kongress um zusätzliche Mittel für die Überwachung des Ölmarktes durch die Regulierungsbehörde CFTC bitten. Die Strafzahlungen für Marktmanipulationen sollen von einer Million auf 10 Millionen Dollar (7,61 Mio. Euro) angehoben werden. Außerdem soll die CFTC demnach verstärkt Spekulationen im Ölhandel eindämmen.
"Wir können uns keine Situation leisten, in der einige Spekulanten Millionen einstreichen, während Millionen von amerikanischen Familien den Kürzeren ziehen", sagte der Präsident bei der Präsentation seiner Pläne. Die steigenden Benzinpreise stellten viele Familien vor große Probleme.
Wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl machen die oppositionellen Republikaner Obama für die hohen Benzinpreise verantwortlich. Sie verlangen eine Ausweitung der Ölförderung in den USA sowie den Bau einer umstrittenen Pipeline von Fördergebieten im nördlichen Nachbarland Kanada bis zu den Raffinerien an der Küste des Golf von Mexiko. Der Anführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, wies Obamas Vorschläge als Wahlkampfmanöver zurück. "Ich garantiere, dass es nichts dazu beitragen wird, den Benzinpreis an der Tankstelle zu senken", sagte er.











