Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 29. Juli 2014 08:47 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Tochter zu Vater Obama: "Du hast es nicht vermasselt" Was die US-Bürger in der Wahlnacht noch entschieden Voriger Artikel Aktuelle Artikel: USA 2012 Nächster Artikel Tochter zu Vater Obama: "Du hast es nicht vermasselt" Was die US-Bürger in der Wahlnacht noch entschieden
    Zuletzt aktualisiert: 30.01.2012 um 22:49 UhrKommentare

    Im "Sunshine State" könnten die Würfel fallen

    Die Vorwahlen am Dienstag in Florida sind die bisher wichtigste Etappe bei der Nominierung des Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner: Der in den Umfragen führende Mitt Romney zeigt sich siegesgewiss.

    Mitt Romney will sich in Florida den Sieg holen

    Foto © ReutersMitt Romney will sich in Florida den Sieg holen

    Am Tag vor den Vorwahlen der US-Republikaner in Florida hat sich der in Umfragen führende Mitt Romney siegesgewiss gezeigt. "Mit einer Beteiligung wie dieser beginne ich zu fühlen, dass wir gewinnen könnten", rief Romney rund 1500 Anhängern zu, die sich am Montag in einem Park in Dunedin versammelt hatten. In seiner Rede machte sich der Ex-Gouverneur von Massachusetts über seinen Rivalen Newt Gingrich lustig, der "nicht wirklich glücklich" sei und erfolglos versuche, zu ihm aufzuschließen. Die Menge quittierte die Worte Romneys mit einem mitleidigen "Ohhh". Meinungsforscher erwarten einen klaren Sieg des Ex-Gouverneurs, jüngste Umfragen gaben ihm einen Vorsprung im zweistelligen Bereich.

    Viertgrößter Bundesstaat

    Die Vorwahlen am Dienstag in Florida sind die bisher wichtigste Etappe bei der Nominierung des Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner: In dem viertgrößten Bundesstaat der USA leben rund 19 Millionen Menschen. Das Ergebnis im "Sunshine State" gilt bei der Kandidatenkür als Vorentscheidung. Nachfolgend wissenswerte Fakten zu den Vorwahlen in Florida:

    ABBILD DER NATION

    Weil die Republikaner in Florida eigenmächtig den Wahltermin vorgezogen hatten, wurden dem Bundesstaat die Hälfte der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August entzogen. Immerhin entsendet Florida aber noch 50 der 2.286 Delegierten, die der Vorwahl-Sieger alle für sich verbuchen kann. Viel wichtiger aber ist, dass der Gewinner seine Wählbarkeit in der breiten Bevölkerung unter Beweis stellt: Anders als der kleine Agrar-Staat Iowa, das liberale New Hampshire oder das erzkonservative South Carolina gilt Florida als Abbild der ganzen Nation.

    TEURES SCHLACHTFELD

    Wegen seiner Größe ist Florida ein sehr teures Schlachtfeld im Kampf um die republikanische Kandidatur. Wahlspots in Radio und Fernsehen sind der einzige Weg, um flächendeckend Wähler zu erreichen. Der Favorit Mitt Romney kaufte dem TV-Sender ABC zufolge Sendezeit für 5,6 Millionen Dollar, Unterstützer investierten weitere 8,2 Millionen Dollar. Sein Rivale Newt Gingrich gab demnach 837.000 Dollar für Wahlspots aus, knapp drei Millionen kamen von Gingrich nahestehenden Gruppen.

    EPIZENTRUM DER IMMOBILIENKRISE

    Wie überall in den USA ist das Wirtschaftsleben das dominierende Wahlkampfthema in Florida. Der Bundesstaat war eines der Epizentren der Hypothekenkrise, der Immobilienmarkt liegt seit fünf Jahren am Boden. Alleine im Dezember mussten in Florida nach Angaben der Branchenexperten von RealtyTrac fast 25.000 Häuser zwangsversteigert werden. Mit rund zehn Prozent liegt die Arbeitslosigkeit im Sunshine State leicht über dem Landesdurchschnitt.

    EINFLUSSREICHER LATINO-BLOCK

    Gut 22 Prozent der Bevölkerung Floridas sind hispanischer Abstammung. 450.000 Latinos sind registrierte Anhänger der Republikaner und dürfen damit an den Vorwahlen teilnehmen. Priorität hat für diese Wählergruppe die Einwanderungspolitik, bei der Republikaner aber traditionell eine härtere Linie vertreten als die Demokraten. Um die kubanischstämmigen Wähler buhlten die Präsidentschaftsbewerber mit heftigen Attacken gegen die kommunistische Führung des Inselstaates. Auch die Aufwertung des US-Außengebiets Puerto Rico zum Bundesstaat ist ein beliebtes Anliegen im Latino-Block.

    GOTTES WARTEZIMMER

    Wegen des milden Klimas sind Menschen aus ungemütlicheren Gegenden der USA scharenweise nach Florida gezogen, um hier ihren Lebensabend zu verbringen. Dem US-Zensusbüro zufolge sind 17,3 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, verglichen mit 13 Prozent im ganzen Land. Im Volksmund hat dies dem Bundesstaat den Beinamen "Gottes Wartezimmer" eingebracht. Die Senioren sorgen sich vor allem um Themen wie Gesundheitspolitik - und sind darauf erpicht, ihre Ansprüche bei der staatlichen Rentner-Krankenversicherung Medicare zu behalten.

    SÜDSTAATEN-KLIMA IM NORDEN

    Je weiter nördlich man sich in Florida aufhält, desto südlicher wird es - das besagt jedenfalls ein US-Sprichtwort. Im Panhandle, dem Festlandteil der Halbinsel Florida, herrscht das konservative Klima der benachbarten Südstaaten Georgia und Alabama. Dies führt beispielsweise dazu, dass die Wähler in den nördlichen Gebieten beim Umgang mit der illegalen Einwanderung ganz andere Erwartungen an die Präsidentschaftsbewerber haben als etwa der eher im Süden Floridas beheimatete Latino-Block.


    Mehr USA 2012

    Mehr aus dem Web

      Interaktive Grafik

      Alle gesammelten Ergebnisse: So wählten die 50 Staaten.

       

      KLEINE.tv

      Obama für zweite Amtszeit vereidigt

      Barack Obama hat den Eid für seine zweite Amtszeit als US-Präsident abge...Noch nicht bewertet

       


      Fotos zur US-Wahl 2012

      Barack und Michelle Obama: Tanz bis in die Nacht 

      Barack und Michelle Obama: Tanz bis in die Nacht

       

      Reise in ein verunsichertes Land

      Marco Longari

      Am Dienstag wählen die USA einen neuen Präsidenten. Oder doch den alten? Thomas Götz hat die Vereinigten Staaten am Beispiel einer Stadt unter die Lupe genommen.

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!