US-Wahl: Republikaner zerfleischen sich gegenseitig
In der wichtigen TV-Debatte in Florida im republikanischen Vorwahlkampf haben sich die beiden Favoriten Mitt Romney und Newt Gingrich nicht geschont. Romney musste sich wegen seiner Steuer- und Einwanderungspolitik verteidigen.

Foto © APNewt Gingrich und Mitt Romney
Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ist weiterhin völlig offen. Auch bei der letzten TV-Debatte vor den Vorwahlen in Florida (31. Jänner) gab es keinen eindeutigen Sieger oder Verlierer. Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney, der nach wie vor laut landesweiten Umfragen in Führung liegt, musste sich erneut gegen Vorwürfe wegen seines persönlichen Finanzgebaren zur Wehr setzen.
Man solle "keine Leute bestrafen, weil sie wohlhabend sind. Ich bin stolz darauf, erfolgreich zu sein", konterte Romney bei der Debatte in Jacksonville. Seinem ärgsten Widersacher, Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich, hielt Romney vor, er habe für einen der größten Hypothekenfinanzierer Lobbyarbeit betrieben, der mitverantwortlich für die schwere Finanzkrise 2008 war.
Romney verteidigte sich am Donnerstag in der TV-Debatte gegen den Vorwurf seines Rivalen, er lehne Einwanderer ab. "Ich bin nicht gegen Einwanderer", sagte er. "Mein Großvater kam in Mexiko zur Welt, der Vater meiner Frau in Wales. Sie kamen in dieses Land. Zu sagen, ich sei gegen Einwanderer, ist abscheulich." Gingrich verwehrte sich derweil dagegen, Spanisch als "die Sprache des Ghettos" bezeichnet zu haben.
Das habe er nicht gesagt. Er halte es nur allgemein für besser, wenn Kinder Englisch lernten.
Einwanderungsthemen rückten nicht zufällig ins Zentrum der jüngsten Debatte. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag in Florida statt, wo viele Hispanics leben, also Wähler hispanoamerikanischer oder spanischer Abstammung. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Romney und Gingrich in Florida. Bei den bisherigen drei Vorwahlen konnten sie je einen Sieg einfahren.
Bei den Vorwahlen ermitteln die Republikaner den Herausforderer von US-Präsident Barack Obama. Die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt.











