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    Zuletzt aktualisiert: 03.01.2013 um 07:48 UhrKommentare

    Eine halbe Million ist auf der Flucht

    Wegen der eskalierenden Gewalt in Syrien verlassen immer mehr Menschen das Bürgerkriegsland. Die Zahl der Flüchtlinge ist im Dezember auf rund eine halbe Million gestiegen, so die UNHCR. Die Zahl der Toten sei mit 60.000 deutlich höher als angenommen.

    Foto © AP

    Allein 84.000 Menschen seien im Dezember aus ihrer Heimat geflohen. In den Nachbarländern seien derzeit 478.000 Flüchtlinge registriert, insgesamt hätten sich 569.000 Syrer in die Nachbarländer abgesetzt.

    Mit 150.000 registrierten Flüchtlingen hat die größte Gruppe in der Türkei Schutz gesucht, wie das UNHCR mitteilte. 130.000 Syrer seien in den Libanon geflohen und 120.000 weitere nach Jordanien.

    Mehr als 60.000 Tote

    Im Konflikt sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile rund 60.000 Menschen getötet worden. UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay sprach am Mittwoch in Genf von "wirklich schockierenden" Zahlen. Bei einem verheerenden Luftangriff auf eine Tankstelle nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden am Mittwoch dutzende Menschen getötet. Wie die UNO in Genf mitteilte, wurden seit dem Beginn des Aufstands gegen Syriens Staatschef Bashar al-Assad Mitte März 2011 bis Ende November des vergangenen Jahres 59.648 Menschen getötet. "Angesichts der Tatsache, dass der Konflikt seit Ende November unvermindert anhält, können wir davon ausgehen, dass bis Anfang 2013 mehr als 60.000 Menschen getötet wurden", erklärte Pillay. Die Zahl der Toten sei deutlich höher als angenommen.

    5.000 Tote pro Monat

    Die Angaben der UNO liegen deutlich über denen der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die bisher von mehr als 46.000 Toten ausgeht. Das UN-Menschenrechtskommissariat beauftragte für die Erhebung die in den USA ansässige Organisation Benetech. Wie die Untersuchung zeigt, wurden im Laufe des Sommers 2011 monatlich etwa tausend Menschen getötet. Seit Juli 2012 sind es demnach mehr als 5000 Tote pro Monat.

    Zahlreiche Tote gab es am Mittwoch nahe Damaskus, als eine Tankstelle im Vorort Maliha in der zum Teil von den Rebellen gehaltenen Region Ost-Ghuta von einem Luftangriff getroffen wurde. Die Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Aktivisten und Ärzten vor Ort stützt, sprach von dutzenden Toten, machte aber zunächst keine genaueren Angaben zur Totenzahl. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

    Das Netzwerk der Örtlichen Koordinationskomitees erklärte, es sei von mindestens 50 Toten auszugehen. Die Zahl könne aber weiter steigen, da noch Opfer unter den Trümmern seien. Es sei "extrem schwierig", die Zahl der Toten zu bestimmen, da viele Opfer verbrannt seien. Unklar war zunächst, ob die Benzintanks explodierten. Es war jedoch davon auszugehen, da die gesamte Tankstelle in Flammen aufging.

    Grausige Szenen

    Auf einem bei YouTube gezeigten Video waren grausige Szenen zu sehen. Ein Mann hielt die Überreste eines Freundes in den Armen, von dem nur noch der Kopf und Teile des Oberkörpers zu sehen waren. Auf der Motorhaube eines Autos lag die Leiche eines komplett verkohlten Mannes, inmitten des Feuers saß ein weiterer Mann noch immer auf seinem Motorrad. Passanten blickten schockiert auf die Tankstelle, die von brennenden Autos, Metallteilen und Blutlachen umgeben war.

    Bei einem weiteren Luftangriff auf einem Vorort von Damaskus starben laut der Beobachtungsstelle mindestens zwölf Mitglieder einer Familie. Die meisten Opfer seien Kinder gewesen.

    Im Norden Syriens wurde ein freiberuflicher US-Journalist entführt. Der 39 Jahre alte James Foley wurde bereits vor sechs Wochen in der Stadt Taftanas in der Provinz Idlib von Bewaffneten verschleppt, wie seine Familie am Mittwoch bekannt gab. Seitdem gibt es von dem erfahrenen Krisenreporter kein Lebenszeichen. Vollkommen unklar ist, wer Foley entführt hat und ob die Entführer Lösegeld wollen oder politische Forderungen haben.

    Zusammen mit Foley wurde am 22. November offenbar ein weiterer Journalist entführt, dessen Familie aber nicht will, dass sein Name bekannt wird. Foleys Fahrer und Übersetzer wurden laut Zeugen ebenfalls verschleppt, dann aber freigelassen.


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