Türkei: Gegenschlag "ohne Zögern"
Die Türkei will bei weiteren Grenzverletzungen durch Syrien "ohne Zögern" zurückschlagen. Das kündigte Außenminister Ahmet Davutoglu am Samstag an.

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Bei weiteren schweren Grenzverstößen durch Syrien werde die Türkei selbstverständlich "ein Handeln entgegensetzen". Die türkische Armee hatte in den vergangenen Wochen mehrfach auf grenzüberschreitenden Beschuss reagiert.
Davutoglu war zuvor mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle in Istanbul zusammengetroffen. Westerwelle mahnte den NATO-Partner Türkei angesichts der zunehmenden Spannungen mit Syrien zu Zurückhaltung. Er forderte seinen Amtskollegen auf, die bisherige "besonnene Haltung" fortzusetzen. Zugleich sicherte er der Türkei Deutschlands Solidarität zu, wofür sich Davutoglu bedankte.
Zwischen der Türkei und Syrien hat sich der Ton in den vergangenen Tagen weiter deutlich verschärft. Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien, wo im Zuge des Volksaufstands gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad Bürgerkrieg herrscht, ein. Die Türkei hat sich gegen das Assad-Regime gestellt und Zehntausende Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.
Westerwelle stellte sich im Streit über mutmaßliche russische Waffentransporte für Syrien durch den türkischen Luftraum hinter die Türkei. "Nach internationalem Recht muss die Türkei es nicht dulden, dass über ihren Luftraum Waffen oder rüstungsrelevante Güter nach Syrien transportiert werden", sagte er in Istanbul.
Die Türkei hatte am Mittwoch eine syrische Passagiermaschine auf dem Rückweg aus Russland zur Landung gezwungen und dies mit Hinweisen begründet, das Flugzeug habe Militärgüter an Bord. Westerwelle erklärte, nach Davutoglus Worten seien die Piloten schon vor dem Eintritt in den türkischen Luftraum darauf hingewiesen worden, dass ihre Maschine inspiziert werden würde. Russland unterstützt das Assad-Regime in Damaskus.
Für das Treffen mit Davutoglu legte Westerwelle auf dem Rückflug von einer China-Reise einen Zwischenstopp in Istanbul ein. Dort kam es auch noch zu Begegnungen mit dem internationalen Syrien-Beauftragten Lakhdar Brahimi und dem Vorsitzenden des oppositionellen Syrischen Nationalrats (SNC), Abdelbasset Sida.









